Nach der Sperrung am Ostring: Die neue Stromstation an Unnas Stadtmauer steht

dzVerkehr

Die Sperrung am Ostring ist aufgehoben, die neue Stromstation steht dort, wo sie hingehört. Bis sie angeschlossen ist, wird jetzt noch Zeit vergehen. Dann brauchen Autofahrer noch ein Mal Geduld.

Unna

, 20.05.2020, 09:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Knapp zwei Stunde lang war der Verkehrsring an diesem Mittwoch ein Nadelöhr. Schon auf dem Südring trennten Warnbaken Teile des Verkehrsraumes ab. Fahrzeuge, die sonst auf drei Spuren über den Ring rollen können, wurden auf eine Spur zusammengeführt. Über die Kreuzung Ostring/Morgenstraße lief der Verkehr nur noch einspurig – und langsam.

Der Ostring am Mittwochvormittag: Eine Stromstation wird angeliefert. Ein Kran und ein Tieflader blockieren zwei Spuren des Verkehrsringes.

Der Ostring am Mittwochvormittag: Eine Stromstation wird angeliefert. Ein Kran und ein Tieflader blockieren zwei Spuren des Verkehrsringes. © Sebastian Smulka

Grund war der Einsatz eines Kranes an der Stadtmauer kurz vor der Kreuzung Morgenstraße. Er musste erst einmal aufgebaut werden, um dann eine Stromstation abladen zu können. Die Stromstation wurde mit einem weiteren Lastwagen angeliefert, der die mittlere Spur für sich in Anspruch nahm.

Vor zwei Jahren drohte eine Station im Erdreich zu versinken

Die neue Stromstation soll das Provisorium ablösen, das die Stadtwerke vor rund zwei Jahren recht zügig setzen mussten. Seinerzeit waren bei Arbeiten an der Kortelbachverlegung unterirdische Hohlräume getroffen worden. Die damalige Stromstation, die die Elektrizität aus dem Mittelspannungsnetz herunterspannt und im Umfeld verteilt, drohte plötzlich in der Erde zu versinken.

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An nur einem Abend wurde von den Stadtwerken Unna seinerzeit eine neue Station gesetzt und angeschlossen. Zwei Jahre lang hatte dieses Provisorium Bestand. Der Gehweg unterhalb der Voßkuhle war in dieser Zeit gesperrt.

Inzwischen aber sind alle Hohlräume vor Ort mit einer systematischen Sondierung aufgespürt und verfüllt worden. Die Station wird wieder an den alten Platz zurückversetzt, wo sie nicht mehr in die Gehwegsfläche hineinragt.

Per Tieflader und Kran wurde die neue Stromstation geliefert und in Position gebracht. Elf Tonnen Gewicht hat so ein Häuschen.

Per Tieflader und Kran wurde die neue Stromstation geliefert und in Position gebracht. Elf Tonnen Gewicht hat so ein Häuschen. © Sebastian Smulka

Rein technisch läuft es so: Zunächst wurde in einer Ecke aus der Stadtmauer und der neuen Terrassenanlage an der Voßkuhle die Station abgesetzt. Das elf Tonnen schwere und mit Umspanntechnik gefüllte Häuschen ist baugleich mit der Station, die die Stadtwerke im Mai 2018 gesetzt hatten. Nun müssen die Leitungen wieder umgeklemmt werden.

Weil diesmal keine Not besteht, machen die Stadtwerke das nicht im Hauruckverfahren, sondern in Abstimmung mit den Anliegern, die über die Station versorgt werden. Möglicherweise dauert es einige Wochen, bis der Wechsel komplett vollzogen ist. Da der Bereich zurzeit ohnehin eine Baustelle ist – die Stadt lässt das Umfeld des Morgentores zu einem ansprechenden Platz umgestalten – gibt es wohl keine zusätzlichen Störungen für den Fußgängerverkehr.

Autofahrer werden aber wohl doch ein weiteres Mal Geduld aufbringen müssen: Wenn die neue Station angeschlossen ist, wird die Übergangslösung abgeholt. Dafür braucht es dann wieder einen Kran und einen Tieflader.

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