Stadt empfiehlt Absage an ADFC: Afferder Weg soll keine Fahrradstraße werden.

dzFahrradstraße

Der ADFC hat in einem Antrag gefordert, dass ein Teil des Afferder Wegs zu einer Fahrradstraße wird. Die Stadtverwaltung hat den Fall geprüft und sieht dafür keine Notwendigkeit.

Unna

, 27.08.2019, 14:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine lange Diskussion um die Situation am Afferder Weg wäre damit vorerst vom Tisch: Der Straßenabschnitt, der ab der Kornstraße bis zur Königsborner Straße führt, würde für Autos demnach ohne Einschränkungen befahrbar bleiben. Der Forderung des ADFC in Unna würde damit eine Absage erteilt werden. Zumindest sofern der Ausschuss für Sicherheit und Ordnung der Empfehlung der Stadtverwaltung folgt.

ADFC setzte sich für Fahrradstraße ein

Der ADFC hatte sich dafür eingesetzt, den Afferder Weg zu einer Fahrradstraße zu machen. Die Stadtverwaltung hat daraufhin das Verkehrsaufkommen überprüft. Vom 12. bis 19. Juli wurden dort 322 Fahrräder erfasst (Bei einer Zählung 2016 waren es 500).

„In der Beschlussvorlage wurde auf den fehlenden quantitativen Radverkehr auf dem Teilstück hingewiesen, sodass hier bereits eine Ausweisung als Fahrradstraße nicht möglich war“, heißt es in ein der Beschlussvorlage.

Zu wenige Radfahrer für eine reine Fahrradstraße

Das bedeutet: Dort sind schlichtweg zu wenige Fahrradfahrer unterwegs, als dass eine Fahrradstraße dort notwendig wäre. Der Gesetzgeber empfiehlt diesbezüglich eine klare Voraussetzung: „Fahrradstraßen kommen dann in Betracht, wenn der Radverkehr die vorherrschende Verkehrsart ist oder dies alsbald zu erwarten ist“, heißt es in der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung (Paragraph 244, Absatz 1).

Und diese Voraussetzung habe die Prüfung des Verkehrsaufkommens am Afferder Weg eben nicht ergeben.

Tempo 30 und Bremsschwellen

Unabhängig von der Debatte über eine mögliche Fahrradstraße wurde allerdings bereits der Entschluss gefasst, die betreffende Stelle für Radfahrer attraktiver und für Autofahrer gleichzeitig unbequemer zu machen.

So soll dort künftig Tempo 30 gelten. Außerdem sollen sogenannte Bremsschwellen gebaut werden. Verkehrsberuhigende Maßnahmen seien dort durchaus sinnvoll: Unter anderem nutzen ihn Schüler der Realschule Hellweg als Schulweg.

Erneute Prüfung möglich

Die Stadtverwaltung regte aber an, dass das Fahrradaufkommen am Afferder Weg aber noch einmal unter die Lupe genommen werden könne, sobald die Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung umgesetzt sein werden.

„Hierbei wurde darauf hingewiesen, dass nach der Durchführung der Umbaumaßnahmen die Voraussetzungen in den nächsten Jahren erneut überprüft werden können“, heißt es in der Beschlussvorlage.

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