Für Grundbesitzer in Unna naht der Tag der Abrechnung

dzBescheide

Wer ein Haus oder eine Wohnung sein eigen nennt, braucht keine Miete zu zahlen – aber doch manch andere Kostenposten rund ums Wohnen. Wie viel Geld die Stadt kassiert, erfahren Unnas Grundbesitzer ab Freitag.

Unna

, 15.01.2020, 13:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist eine der größten Versandaktionen der Stadt gleich nach den Wahlbenachrichtigungen: Rund 22.000 Einwohner von Grundstücken, Eigentumswohnungen, Geschäftsgebäuden und landwirtschaftlichen Betrieben erhalten in den kommenden Tagen Post von der Stadt. Darin enthalten: Die individuellen Forderungen an Steuern und Gebühren durch die Kommune.

Der Versand der Schriftstücke ist seit einigen Jahren Aufgabe eines externen Dienstleisters, der die Bescheide ausdruckt und mit einem Informationsheft in Umschläge steckt. Ab Freitag soll dann buchstäblich die Post abgehen, worauf den Unnaern in den Folgetagen mitgeteilt wird, was sie zu zahlen haben.

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Zwei große Bereiche rechnen die Bescheide ab: Steuern und Gebühren. Insgesamt stellt die Stadt ihren Bürgern darin 45,1 Millionen Euro in Rechnung.

Die Steuern gehen direkt in den Haushalt der Stadt und tragen damit zur Finanzierung der öffentlichen Angebote bei. 19,26 Millionen Euro kassiert die Stadt dafür bei den Eigentümern von Wohngrundstücken sowie von land- und forstwirtschaftlichen Flächen.

Die Gebühren tragen die Ausgaben der Stadtbetriebe für Müllabfuhr, Stadtentwässerung und Straßenreinigung. Eigentlich sollten sie kostendeckend festgesetzt werden. Doch tatsächlich weisen auch die Stadtbetriebe Überschüsse aus, die als Gewinnausschüttung und somit als versteckte Steuer in den Haushalt der Stadt einfließen.

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Ein Trost für Verbraucher ist, dass die Gebühren insgesamt leicht sinken. Allerdings kann es im Einzelfall deutliche Abweichungen durch die Neuerhebung der versiegelten Flächen im vergangenen Jahr kommen.

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Nicht enthalten in der Post von der Stadt sind auch in diesem Jahr neue Müllmarken. Den jährlichen Versand hatte die Stadt „bis auf weiteres“ ausgesetzt, um Kosten und Mühlen zu senken. Und so bleiben die zuletzt 2014 neu ausgegebenen Marken 2020 im siebten Jahr in Folge gültig.

Einen Bescheid über die Erhebung von Hundesteuern erhalten natürlich nur die Halter eines Hundes. Einen normalen Vierbeiner besteuert die Stadt mit 108 Euro im Jahr. Wer mehrere Tiere hält muss jedoch eine Art negativen Mengenrabatt zahlen.

Für Fragen zu den Bescheiden verweist die Stadt Unna direkt an die zuständigen Köpfe in den Büros. Bei Änderung von Gefäßgrößen, Eigentumswechseln und Grundsteuer sind die Telefonnummer (02303) 102-275, -267 und -266 richtig. Ansprechpartner zur Entstehung von Gebühren finden sich bei den Stadtbetrieben unter (02303) 2003-83 und -28

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