Stadt Unna will Fremdparker aus dem Viertel ums Hertinger Tor verbannen

dzParken

Auf Probleme mit Autos, rollend wie stehend, weisen Anwohner des Quartiers rund um das Hertinger Tor schon jetzt hin. Im Zuge des Schulneubaus verspricht die Stadt nun: Fremdparker sollen raus.

Unna

, 24.03.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Wir wollen die Dauerparker aus den Wohngebieten heraus haben“, sagt Stadtsprecher Christoph Ueberfeld. Während die Belastungen durch einen geplanten Schulneubau an der Brockhausstraße diskutiert werden, mag dieses Versprechen mit Wohlwollen aufgefasst werden. Die Planungen sind aber noch vage.

Jetzt lesen

Wie Ueberfeld erklärt, plant man in der Verwaltung Regelungen einzuführen, von denen vor allen Dingen Anwohner profitieren sollen. Der Blick ist gerichtet auf Straßen im Viertel zwischen Hertingerstraße, B1 und Verkehrsring. Ob alle Straßen betroffen sein werden, gehört zu den noch ungeklärten Fragen.

Ohne Parkausweis nur begrenzt

Es soll eine Parkregelung geprüft werden, wie es sie in mehreren Unnaer Stadtquartieren gibt, beispielsweise an der Mozartstraße: Für maximal drei Stunden darf dort geparkt werden. Anwohner sind von der Einschränkungen ausgenommen, wenn sie einen Anwohnerparkausweis haben. Für die Straßen rund um die Brockhausstraße erwägt man eine Höchstparkdauer mit Parkscheibe von zwei Stunden. Der Anwohnerparkausweis würde 30 Euro im Jahr kosten.

„Das sind alles noch Gedankenspiele“, sagt Ueberfeld. Grundsätzlich besteht das Ziel darin, dass Anwohner in ihren Siedlungen ausreichend Parkraum haben, dass Berufspendler hingegen eher die Parkhäuser und Tiefgaragen in Innenstadtnähe nutzen - wenn sie nicht ohnehin auf alternative Verkehrsmittel umschwenken.

Autos parken notgedrungen auf dem Bürgersteig, wie hier in einem Abzweig der Brockhausstraße. Das Parken soll in dem Quartier neu geregelt werden.

Autos parken notgedrungen auf dem Bürgersteig, wie hier in einem Abzweig der Brockhausstraße. Das Parken soll in dem Quartier neu geregelt werden. © Raulf

Viele Details noch zu klären

Einiges müsste aber noch geklärt werden, und das sind viele Details. So sollen an der Brockhausstraße im Zuge der Verkehrsplanung für den Schulneubau Parkplätze am Straßenrand eingerichtet werden. Für andere Straßen hingegen erscheint das schwieriger: Bachstraße oder Breslauer Straße sind stellenweise recht schmal. Ueberfeld erinnert daran, dass die verbleibende Fahrbahn mindestens 3,50 Meter breit sein müsse. Parkflächen auf den Straßen könnten daher nicht überall eingezeichnet werden. Eventuell müsse dann auch halbseitig auf dem Gehweg geparkt werden, wie es heute schon gemacht wird. „Ein Konzept für eine Straße wird sich nicht einfach auf andere übertragen lassen“, so Ueberfeld.

Was umgesetzt wird, ist noch ebenso offen wie die Frage nach einem Zeitplan. Der Bebauungsplan und das Verkehrskonzept für den Schulstandort Hertinger Tor müssen öffentlich ausgelegt und dann von der Politik beschlossen werden. Danach käme das Parkthema auf die Tagesordnung.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Coronavirus
Himmel ohne Flugzeuge: Für Spaziergänger wunderschön, für den Flughafen Dortmund dramatisch
Hellweger Anzeiger Unnalieferts.de
„Zur Not mische ich die Farbe vor der Haustür“: Friseur erzählt, wie er jetzt arbeitet