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Stadt Unna soll sich besser um den vernachlässigten Kurpark kümmern

dzVandalismus, Brandstiftung, Müll

Sorge um den Zustand des Kurparks ruft nun die Königsborner SPD auf den Plan. Die Genossen fordern von der Stadt ein „Gesamtkonzept“ gegen Müll, Vernachlässigung und Kriminalität.

Unna

, 12.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Es steht nicht gut um den Kurpark – das schreibt der SPD-Ortsverein Königsborn-Alteheide. Vermüllung, Vandalismus, Vernachlässigung und sogar Brandstiftung benennt er als Probleme. Alleine bei den April-Bränden im Bistro und an der Jugendkunstschule im Kurpark waren Sachschäden in Höhe von 350.000 Euro entstanden.

Erst kürzlich hatte die Stadt Unna bestätigt, dass das Bistro noch auf unbestimmte Zeit geschlossen bleibt. Die bisherigen Betreiber räumten es nun aus, danach solle es saniert werden. „Bis wann gedenkt die Stadt das Bistro wieder in einen vermietbaren Zustand zu versetzen?“, lautet eine von mehreren Fragen, die die Königsborner Genossen nun an den Stadtrat richten.

Es müsse ein Gesamtkonzept erarbeitet werden für das Gelände der Jugendkunstschule und des Bistros, meint Ortsvorsteher Wolfgang Ahlers. Die SPD fragt, wann mit diesem Konzept gerechnet werden könne. Außerdem fordert sie eine „Aufwertung des Kurparks im Hinblick auf Gestaltung und Ausstattung, um mittel- und langfristig den Naherholungswert zu erhalten und womöglich noch zu steigern“.

SPD bedauert Verlust des Kurparkvereins

Auch zukünftig müsse ein zentraler Treffpunkt im Kurpark dazu einladen, gemeinsam Zeit zu verbringen, so Ahlers. Der Erhalt eines ordnungsgemäßen Zustandes und die Weiterentwicklung des gesamten Geländes müssten durch die Stadt sichergestellt werden. „Leider können wir nicht mehr auf das ehrenamtliche Engagements des Kurparkvereins zurückgreifen. Damit ist das eingetreten, wovor wir immer gewarnt haben. Es gibt keinen Kümmerer“, bedauert Ortsvereinsvorsitzender Maik Luhmann.

Der Verein hatte sich vor zwei Jahren aufgelöst, nachdem für die Zusammenarbeit mit der Stadt keine Perspektive mehr gesehen wurde. Dieses Engagement war am Streit um den Bau eines Gradierwerks zerbrochen. Und den Ort, an dem an Königsborns Salzgeschichte erinnert wird, nimmt auch die SPD in den Fokus. „Das Pumpwerk Friedrichsborn befindet sich in einem problematischen Zustand“, sagt die Ortsvereinsvorsitzende Hanna Schulze. Eine der Fragen an den Rat lautet daher, ob es einen verbindlichen Zeitplan für die Instandsetzung des Pumwerks gibt.

Das markante Gebäude an der Friedrich-Ebert-Straße ist seit geraumer Zeit eingerüstet. Vor einigen Wochen hatte die Stadt erklärt, es werde 2020 saniert.

Auch die Beleuchtung der Parkeingänge müsse wieder repariert werden, meint Schulze. „Zerstörung und Vernachlässigung ziehen weitere Zerstörung und sinkende Akzeptanz nach sich. Hier ist die Stadt in der unmittelbaren Verantwortung.“

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