Stadt Unna soll Mountainbikern helfen, den Parcours im Bornekamp legal zu machen

dzSPD-Fraktion

Zulässig ist die Mountainbike-Strecke im Bornekamp nicht. Doch statt Sportler zu vertreiben, solle die Stadt mit ihnen zusammenarbeiten, fordert die SPD-Fraktion. Regeln ließen sich ja auch verändern.

Unna

, 27.07.2019, 17:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Problem der Mountainbike-Szene ist den Sozialdemokraten schon seit längerem bekannt. Der SPD-Ortsverein Oberstadt war damit im vergangenen Jahr an die Stadtverwaltung herangetreten und bewusst dezent dabei vorgegangen, um nicht zu viel Staub aufzuwirbeln. Denn wenn man die gültigen Regeln für das Verhalten in der Natur rigide auslegt, ist der Parcours im südlichen Bornekamp eindeutig illegal.

Bombentrichter liegt im Landschaftsschutzgebiet

Der sogenannte Bombentrichter liegt in einem Bereich, der als Landschaftsschutzgebiet deklariert ist. Strukturverändernde Eingriffe in die Landschaft sind dort verboten. Der Bau von Sprungschanzen etwa ist ein Verstoß gegen dieses Verbot. Wem der Sportbetrieb in der Senke schadet, ist eine andere Frage.

Parcours zieht junge Leute auch aus dem Umland an

Die SPD-Fraktion stellt nun die Frage der Verhältnismäßigkeit. Der inoffizielle Hindernisparcours sei in der Szene seit Jahren etabliert und ziehe auch aus dem Umland Jugendliche vor allem im Alter von 12 bis 18 Jahren an. Sie fänden im Bornekamp Möglichkeiten vor, die es ansonsten nirgends gibt im näheren Umfeld.

Die SPD selbst war bei ihren früheren Gesprächen mit der Verwaltung überein gekommen, dass die Nutzer der Strecke Vorschläge für alternative Standorte machen könnten. Es fand sich aber wohl keiner.

Idee: Inoffizielle Strecke zu einer offiziellen machen

Nun solle die Stadt prüfen, ob und wie aus der Fläche eine offizielle Mountainbike-Strecke gemacht werden kann. Als Moderatorin könne sie die Bedarfe der Nutzer abfragen und einen Dialog auch mit anderen Anliegern, vor allem den Landwirten, herstellen.

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Bisherige Äußerungen aus Stadtverwaltung und Politik waren deutlich ablehnend. Das Umweltamt der Stadt etwa hatte klargestellt, dass es die Nutzung des Bombentrichters in dieser Form nicht dulden könne und werde. Und auch der Umweltausschussvorsitzende Björn Merkord beschrieb die Sache als problematisch.

Die SPD-Fraktion hingegen möchte den Jugendlichen Unterstützung zukommen lassen. Zuversicht ziehe sie aus dem Bau des Skaterparks an der Hansastraße: Dort waren hinsichtlich Standort und Bauweise viele Ideen aus der Szene der Nutzer eingeflossen. Der Bau selbst wurde im Wesentlichen durch Spenden aus der Bevölkerung finanziert. Dabei war auch dieses Projekt bei Stadt und Politik zunächst auf Skepsis gestoßen.

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