Stadt Unna gönnt ihren Mitarbeitern elektrisch höhenverstellbare Schreibtische

dz150 neue Tische

Die Stadtverwaltung will bis 2022 in Summe 150 Schreibtische austauschen. Elektrisch höhenverstellbar sollen sie sein. Dafür wird wohl eine mittlere, fünfstellige Summe fällig.

Unna

, 04.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Insgesamt 420 Schreibtische stehen im Rathaus der Stadt Unna. „Viele aus dem alten Inventar sind älter als das Rathaus und nicht mehr funktionstüchtig“, erläutert Stadtsprecher Christoph Ueberfeld, dass die meisten aus der Bauzeit des Gebäudes Ende der 1980er-Jahre stammen und somit über 30 Jahre alt sind. Jetzt will die Verwaltung den ersten Schritt zur Modernisierung der Arbeitsplätze buchstäblich vom Tisch kriegen.

„Sitzen ist das neue Rauchen.“
Christoph Ueberfeld, Stadt Unna

Bis 2022 sollen pro Jahr rund 50 Tische ausgetauscht werden, in Summe 150; allesamt elektrisch höhenverstellbar. „Sitzen ist das neue Rauchen“, teilt Ueberfeld dazu mit. Bekanntlich sind Bürokräfte infolge mangelnder Bewegung besonders häufig von Beschwerden an Muskulatur und Skelett betroffen, leiden überproportional häufig an Nacken- oder Rückenschmerzen. Sie verbringen ihren Arbeitstag überwiegend sitzend und starren auf einen Monitor. Häufiger mal die Position zu wechseln und zum Beispiel stehend zu arbeiten, schont den Rücken und beugt Beschwerden vor. Wohl auch deshalb sind höhenverstellbare Schreibtische auch bei der Stadt Unna eine Vorgabe des betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Investition in mittlerer, fünfstelliger Höhe

Die Stadtverwaltung rechnet mit einem Investitionsvolumen in mittlerer, fünfstelliger Höhe – und erhofft sich über einen Rahmenvertrag Einsparpotenziale. In dieser Woche endete eine entsprechende Ausschreibung über die Lieferung von 150 elektrisch höhenverstellbare Schreibtische. Über einen Rahmenvertrag sei die Modernisierung der Arbeitsplätze für die Stadt wirtschaftlicher, so Ueberfeld. Zudem lasse sich der konkrete Bedarf nicht immer exakt kalkulieren. Und letztlich erspare sich die Verwaltung so Ausschreibungen von mal drei oder fünf Schreibtischen.

„Geräte-TÜV“ muss mitgebrachte „Sonderausstattung“ genehmigen

Die insgesamt 550 Beschäftigten im Unnaer Rathaus wird es freuen; 420 davon arbeiten an einem Büroarbeitsplatz. Übrigens gilt für alle: „Sonderausstattung“ ist Privatsache. Wer zum Beispiel eine Schreibtischlampe oder einen Ventilator haben möchte, muss sich diese Geräte selbst beschaffen. Einfach mitbringen und in Betrieb nehmen – das geht allerdings nicht. „Die müssen vor Inbetriebnahme durch unseren ‚Geräte-TÜV‘ abgenommen worden sein“, verrät Ueberfeld, dass aus Sicherheitsgründen ohne Genehmigung kein elektrisches Gerät in Betrieb genommen werden darf.

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