Stadt plant Zukunft mit mehr Personal

dzHaushalt

Auf der Suche nach Sparmöglichkeiten stellt das Rathaus sogar die Stelle des Ersten Beigeordneten auf den Prüfstand. Das darf nicht kaschieren, dass die Personalausgaben steigen werden.

Unna

, 06.11.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon im aktuellen Haushaltsplan der Stadt war von einer „Unterbrechung“ der beschlossenen Personalreduzierung die Rede. Doch auch der Entwurf für die beiden kommenden Jahre sieht mehr Stellen vor: Nach 11,5 Planstellen im Doppelhaushalt 2017/18 will die Stadt die Personalstärke nun noch einmal um 17,5 Stellen im Saldo anheben. Im kommenden Jahr soll die Kreisstadt Unna demnach ein Arbeitgeber mit 540 Planstellen sein.

Mehr Kräfte für das Rettungswesen

Die Stadtverwaltung erklärt dies mit der Entwicklung im Rettungswesen. Feuerwehr und Rettungsdienst seien immer häufiger gefordert. Zudem zielt der aktuelle Bedarfsplan für das Rettungswesen darauf, die Vorgaben besser einzuhalten, mit wie vielen Einsatzkräften die Stadt nach welcher Zeit am Ort des Geschehen sein muss.

Dementsprechend entwickeln sich auch die Gesamtkosten für das Personal in der Kreisstadt Unna: Sie steigen. Für das laufende Jahr plant die Stadt mit Personal- und Versorgungsauswendungen in Höhe von 37,2 Millionen Euro. Im kommenden Jahr sollen es 39,5 Millionen Euro sein, im Jahr 2020 schließlich 40,5 Millionen Euro. Gut jeden vierten Euro gibt die Stadt dafür aus, die eigenen Mitarbeiter und Pensionäre zu bezahlen.

Bis zu 540 Stellen bei der Stadt

Dabei gibt es durchaus Stellen, die auf den Prüfstand gestellt werden. Gekündigt wird in Unna niemand, aber einige Stellen erhalten im Plan die Vermerke „künftig wegfallend“ oder „künftig umwandeln“. Diese Vermerke greifen, wenn ein Stelleninhaber freiwillig aus dem Dienst ausscheidet oder in Ruhestand geht. In Summe reichen sie aber nicht aus, um den Personalbestand zu reduzieren. Zwar geht die Stadt davon aus, dass das Jahr 2019 mit 540 Stellen einen Höhepunkt markiert, nach dem die Personalstärke wieder sinken wird. Aber allein die Rückkehr zur derzeitigen Gesamtstärke scheint erst nach 2023 zu erfolgen.

KW-Vermerk für Kolters Stellvertreter

In diesem Szenario machte die CDU-Fraktion in ihrer Haushaltsberatung nun einen möglichen KW-Vermerk als „bemerkenswert“ aus: Auch im Verwaltungsvorstand könnte eine Stelle entfallen, wenn der Erste Beigeordnete Karl-Gustav Mölle im Herbst 2020 in Ruhestand geht. Dies stellt die Stadtverwaltung der Politik nun als „Option“ vor, wie es Rathaussprecher Christoph Ueberfeld erklärt. Was die Politik daraus macht, ist ihre Sache.

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