Stadt plant Straßensanierung im Burgviertel für halbe Million Euro – Anwohner zahlen mit

dzBurgstraße und Kleine Burgstraße

Mehrere Zentimeter tiefe Löcher lassen tief in die Geschichte der Straßen im Burgviertel blicken. Ab Januar 2021 soll das vorbei sein. Die Stadt plant eine Straßensanierung, die Anlieger mitbezahlen.

Unna

, 10.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Stadt Unna veröffentlicht ihre Pläne für die Burgstraße und die Kleine Burgstraße. Die verwinkelten Gassen zwischen der Morgenstraße und dem Hellweg-Museum sind stellenweise in einem maroden Zustand. Tiefe Schlaglöcher legen alte Pflastersteine frei, die irgendwann einmal asphaltiert worden waren. Voraussichtlich ab Januar 2021 soll das vorbei sein. Die Bauverwaltung rechnet damit, dass Burgstraße und Kleine Burgstraße dann fertig saniert und wieder nutzbar sind, wie aus einer aktuellen Beschlussvorlage für den Rat hervorgeht.

Historischer Charakter

Die neuen Straßen sollen einen historischen Charakter haben. Sie liegen in der östlichen Innenstadt, und dieser komme „eine besondere siedlungsgeschichtliche Bedeutung zu, da sich hier die Keimzelle Unnas befindet“. Die Straßen sollen ähnlich ausgebaut werden wie in zurückliegenden Jahren schon Lüningstraße, Krummfuß oder Ullrichswall in der Nachbarschaft.

Stadt plant Straßensanierung im Burgviertel für halbe Million Euro – Anwohner zahlen mit

So ähnlich wie am Ullrichswall soll das neue Pflaster in der Burgstraße und Kleinen Burgstraße einmal aussehen. © Raulf

Die neuen Oberflächen der „Burgstraßen“ sollen aus „graphit-nuanciertem“ Betonpflaster mit gebrochenen Kanten gestaltet werden, was an eine historische Kopfsteinpflasterfläche erinnern soll. Neben einer 2,80 Meter breiten Fahrspur soll beidseitig eine 30 Zentimeter breite Entwässerungsrinne verlaufen, daneben je ein Seitenbereich von 60 Zentimetern - alles höhengleich. In beiden Straßen sollen wie bisher öffentliche Parkplätze angelegt werden, 13 in der Burgstraße, sechs in der Kleinen Burgstraße - insgesamt drei mehr als bisher.

Hochwasser verhindern, Lieferverkehr nicht

Im Zuge der Neugestaltung, so verspricht es die Stadt, soll ein Problem behoben werden, das Anwohner vorgetragen hatten: die Oberflächenentwässerung im Bereich Morgenstraße/Burgstraße. Das Überschwemmungsrisiko will man dort minimieren. Lieferverkehre hingegen – auch diese wurden diskutiert – könnten nicht ausgesperrt werden. Auch innerhalb des Quartiers sind Geschäftsgebäude, zudem könne ein Teil der Morgenstraße nur über die betroffenen Straßen angefahren werden. Der Lkw-Anteil am Verkehrsaufkommen liege bei rund zwei Prozent, rechnet die Stadt vor. Laut einer Zählung befahren täglich insgesamt 700 Fahrzeuge die Achse Burgstraße/Kleine Burgstraße, was die Verwaltung eine „sehr geringe Verkehrsstärke“ nennt.

Anlieger zahlen 175.000 Euro

Die Sanierung der beiden Straßen soll insgesamt 500.000 Euro kosten. Da sie „grundhaft“ erneuert und nicht bloß ausgebessert werden, beteiligt die Stadt Anlieger an den Kosten. Die Bürger sollen insgesamt 175.000 Euro übernehmen.

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