Stadt Unna bestellt neue Parkscheinautomaten

dzLohnende Investition

Wie sich die Parkgebühren in Unna entwickeln werden, ist weiter offen. Dass es mit dem Kassieren rein technisch funktionieren wird, sollen bald neue Automaten sicherstellen.

Unna

, 25.10.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

32 neue Parkschein-Automaten will die Stadt nun bestellen. Mögliche Lieferanten können sich um den Auftrag bewerben. Der Nutzen der Investition liegt vor allem bei der Stadt: Die neuen Apparate werden nichts können, was nicht bereits die heutigen können. Sie sind aber einfach jünger und damit zukunftstauglich. Die alten Apparate hingegen sind viel älter, als sie es hätten werden sollen. Damit wächst für die Stadt das Risiko von Einnahmeausfällen: Wo Autofahrer gar keinen Parkschein lösen können, weil ein Automat außer Betrieb ist, darf man in Unna meist mit der Parkscheibe parken – also gratis.

Zwischen 12 und 16 Jahre alt sind die Geräte, mit denen Unna derzeit die „oberirdischen Stellplätze“ für Autos bewirtschaftet. Angenommen worden war eine Haltbarkeit von acht Jahren. „Möglicherweise steckt da ein ordentlicher Sicherheitspuffer drin“, meint Rathaussprecher Christoph Ueberfeld. Auch heute seien die Parkscheinautomaten in Unna vergleichsweise betriebssicher. Aber falls doch einmal ein Gerät ausfallen sollte, könne es angesichts des Alters Schwierigkeiten bei der Ersatzteilversorgung geben.

Dem Autofahrer werden die künftigen Modelle vermutlich keinen Mehrwert bieten: Schon die alten Apparate erlauben eine bargeldlose Zahlung mit der „Geldkarte“. Den Parkschein mit dem Mobiltelefon zu bezahlen, wird in Unna in den kommenden Jahren wohl nicht möglich sein.

Zumindest vage erlaubt die Ausschreibung der neuen Automaten einen Ausblick auf das „Parkraumbewirtschaftungskonzept“, das die Stadt von einem Gutachter erstellen lässt. Die reine Anzahl der Geräte wird sich nicht wesentlich verändern. Nach der Umrüstung wird in Unna nur ein Parkscheinautomat mehr stehen als bislang – vermutlich an der Gerhart-Hauptmann-Straße.

Über die künftigen Tarife sagt dies allerdings nichts. Die Programmierung der Automaten lässt sich auch nachträglich verändern. Dass Anpassungen nach oben möglich sind, ergibt sich bereits aus der Diskussion über Maßnahmen zur Haushaltsverbesserung bei der Stadt Unna. Und: Nach der Gebührenanhebung im Parkhaus und den Tiefgaragen der Stadttochter WBU wäre es kaufmännisch konsequent, die Schere zwischen den Parktarifen im Freien und unter Dach wieder zu schließen.

Eine lohnende Investition bleibt der Kauf neuer Parkscheinautomaten in jedem Fall. Erstmals thematisiert wurde er Anfang 2017. Damals veranschlagte die Stadt einen Anschaffungspreis von 200.000 Euro für seinerzeit noch 30 Geräte. Zugleich stellte die Stadt zwei Einnahmepositionen in ihren Haushalt ein, die deutlich höher lagen: 500.000 Euro an Einnahmen aus den Parkscheinautomaten und 378.000 Euro aus der Vergabe von „Knöllchen“.

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