SSV Mühlhausen-Uelzen bei Feiern im Zelt von Glückwünschen überhäuft

dz70 Jahre

Mit zwei tollen Abenden feierte der SSV Mühlhausen-Uelzen sein 70-jähriges Bestehen. Auf die Mallorca-Party am Freitag folgte der Gala-Abend am Samstag. Ein Mann stand besonders im Mittelpunkt.

Unna

, 23.06.2019, 11:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Viel besser hätte das Partywochenende des SSV Mühlhausen-Uelzen kaum laufen können. Den 70. Geburtstags feierte der Verein mit zahlreichen Gästen im Festzelt am Mühlbach-Stadion. Dabei erwies sich der Mix mit einer Mallorca-Party am Freitag und einem etwas offizielleren Gala-Abend am Samstag als perfekte Lösung.

SSV Mühlhausen-Uelzen bei Feiern im Zelt von Glückwünschen überhäuft

Das „Eröffnungs-Kommitee“ des SSV am Freitag (hinten von links): Ralf Mäkler, Hubert Kampmann, Franz Kampmann, Hansi Küpper, Sascha Wenz und Sascha Grasteit. Vorn ist Holger Weidt zu sehen. © Marcel Drawe

Ralf Mäkler, Sportlicher Leiter des SSV, hatte mit seinem Organisationsteam perfekte Arbeit geleistet. Der Lohn: Am Freitag tanzten die Gäste bis zum frühen Morgen auf Tischen und Bänken.

SSV Mühlhausen-Uelzen bei Feiern im Zelt von Glückwünschen überhäuft

Die „Partyräuber“ sorgten beim Mallorca-Abend mit ihren Hits für ausgelassene Stimmung im Zelt. Die Gäste tanzten auf Tischen und Bänken. © Marcel Drawe

Für die Musik sorgten „Die Partyräuber“, die die Gäste von den Bänken rissen. Nach einem Fußballtalk zu Beginn drehte sich jetzt kaum noch etwas um das runde Leder. Feiern war angesagt - und vergessen war, dass der SSV in diesem Jahr mit seiner ersten Mannschaft von der Landesliga in die Bezirksliga abgestiegen ist.

Westfalenross für Franz Kampmann

Schon am Freitag gefeiert, rückte das Gründungsmitglied Franz Kampmann auch am Samstag in den Mittelpunkt. Der Präsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) Gundolf Walaschewski war nach Mühlhausen zu kommen. Nur in zweiter Linie waren 70 Jahre SSV der Anlass - vor allem wollte Walschewski „Mr. SSV Mühlhausen-Uelzen“ ehren.

SSV Mühlhausen-Uelzen bei Feiern im Zelt von Glückwünschen überhäuft

Der Präsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen, Gundolf Walaschewski (r.) ehrte das SSV-Gründungsmitglied Franz Kampmann und überreichte ihm das Westfalenross. © Marcel Drawe

Da Franz Kampmann bereits zuvor alle möglichen Ehrungen durch den Verband erfahren hatte, kam Walaschewski mit einem besonderen Geschenk. Er überreichte dem Gründungsmitglied neben einer Anerkennungsurkunde auch ein Westfalenross aus Porzellan. „Das haben wir von der Porzellanmanufaktur Fürstenberg wirklich nur in einer sehr kleinen Stückzahl fertigen lassen“, verriet Walaschewski, welch besonderes Präsent er mit nach Mühlhausen gebracht hatte.

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Auch Unnas Bürgermeister Werner Kolter würdigte Kampmanns Verdienste, der schwer erkrankt war. „Viele haben gesagt: Der kommt nicht mehr wieder. Aber hier bin ich - und ich bin stolz, alles für den SSV tun zu dürfen“, war Kampmann sichtlich gerührt. Die Gäste spendeten Applaus - wie schon am Freitag erhoben sie sich von ihren Plätzen, um dem Gründungsmitglied ihre Anerkennung zu zeigen.

SSV Mühlhausen-Uelzen bei Feiern im Zelt von Glückwünschen überhäuft

Ein Team, das Spaß macht: Thomas Koch (l. ) und Fritz Eckenga gratulierten dem SSV auf ihre Weise. © Marcel Drawe

Der Gala-Abend hatte einen ersten Höhepunkt erreicht, doch weitere sollten folgen - allen voran Fritz Eckenga und Thomas Koch. Das Kabarrett-Duo aus Dortmund hatte extra für den Abend in Mühlhausen ein besonderes Programm gestrickt. Und das drehte sich vor allem, aber nicht nur, um den Fußball. Eckenga etwa erzählte davon, wie er als kleiner Junge in der Astgabel einer Platane hinter der Nordkurve des Stadions „Rote Erde“ saß und sah, wie der BVB am 4. Dezember 1963 die damals beste Mannschaft der Welt, Benfica Lissabon, an die Wand spielte. Damals, so Eckenga, habe er sich zum ersten Mal in den BVB verliebt.

Viel BVB im Programm, aber nicht nur

Bei den Schalkern im Publikum stießen die Lobeshymnen auf Borussia Dortmund natürlich auf wenig Gegenliebe. Da war es gut, dass das Programm von Eckenga und Koch auch andere Dinge aufgriff - etwa den Frauenfußball oder warum Doping im Fußball nichts bringt.

Eckenga und Koch sprachen miteinander auch darüber, dass sich immer mehr ältere Leute in ihren Bekanntenkreis schleichen. Über die Ursachen darf man angesichts der Tatsache, dass die beiden Herren selbst Jahrgang 1955 und 1958 sind, spekulieren.

„Fantasy“ lockt auf die Tanzfläche

Ihre Qualitäten stellte im Anschluss die Eventband „Fantasy“ unter Beweis. Die sieben Musiker hatten schon bei ihrem zweiten Lied die ersten Menschen auf der Tanzfläche, die sich danach kaum noch leerte. Ein Zeichen für die Qualitäten der Coverband, die englische und deutsche Musik im Gepäck hatte.

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