Ohne Voranmeldung und Zeitfenster: Spontaner Schwimmbesuch im Freibad Bornekamp nach wie vor möglich

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Die Rekordtemperaturen sorgen im Freibad Bornekamp noch nicht für Rekordzahlen. Auch wenn es nun gut besucht ist, sind weitere Gäste ausdrücklich erwünscht - ohne nötige Voranmeldung und Zeitfenster.

Unna

, 11.08.2020, 14:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer in diesen Tagen bei heißen Temperaturen Abkühlung im Freibad Bornekamp sucht, kann einfach vorbeikommen, vor Ort Eintritt zahlen und bis zur Schließung bleiben, so lange er möchte. Was eigentlich selbstverständlich klingt, scheint für viele Besucher derzeit nicht so klar zu sein, berichtet Vereinsvorsitzende Jessica Mense: „Wir bekommen jeden Tag um die 50 Anrufe von Menschen, die fragen, ob man sich bei uns vorher online anmelden muss oder ob es Zeitfenster gibt, in denen man das Freibad besuchen darf. Wir haben schon überlegt, ein automatisches Band laufen zu lassen“, sagt sie. Dabei sei die Lage im Freibad Bornekamp ganz entspannt - und dennoch sicher.

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Nachdem der Juli im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen ist, kommen die Besucher seit August wieder zahlreich. An seine coronabedingten Grenzen stößt das Freibad dennoch nicht: „Bis zu 680 Personen dürfen sich bei uns auf dem Gelände aufhalten, plus 60 Personen im Wasser“, sagt Mense. Vergangenen Samstag war das Maximum mit etwa 600 Besuchern zwar fast erreicht, letztlich sei es aber doch nicht zur vollen Auslastung gekommen. „Die Leute gehen ja auch irgendwann wieder“, sagt Mense.

Alle 20 Minuten müssen Besucher das Becken verlassen

Im Wasser dürften sich trotzdem nicht mehr als 60 Personen gleichzeitig aufhalten. Deshalb hatte sich das Bornekampbad zuletzt auch eine besondere Regelung überlegt: Alle 20 Minuten findet mit dem Pfiff des Bademeisters ein Wechsel statt, bei dem alle im Wasser befindlichen Personen das Becken verlassen müssen. Dann erst darf die nächste Gruppe von 60 Leuten in das Becken.

Die Abstandsregelungen auf den Wiesen, auf die Jessica Mense schon zur Öffnung des Freibades aufmerksam hatte, gelten derzeit natürlich immernoch.

Die Abstandsregelungen auf den Wiesen, auf die Jessica Mense schon zur Öffnung des Freibades aufmerksam hatte, gelten derzeit natürlich immernoch. © Archiv

Diese Regelung funktioniere so gut, sodass sich auch andere Freibäder, etwa die „Schöne Flöte“ in Holzwickede, das Konzept abgeschaut haben, wie Mense sagt. Probleme gebe es dabei kaum: „Natürlich stellen sich insbesondere Kinder, die das Wasser gerade verlassen haben, direkt für die nächste Runde an, aber diese weisen wir dann eben nochmals auf unser Konzept hin“, sagt Mense. Und dieses sei ein guter Kompromiss für alle Beteiligten: „Innerhalb einer Stunde ist trotzdem eine Badezeit von 40 Minuten für jede Person möglich“, sagt Mense, „bei einer angenehmen Wassertemperatur von 29 Grad.“

Die Vereinsvorsitzende lädt daher ausdrücklich weitere Besucher ins Bornekampbad ein. In dieser Woche sei das Freibad zudem noch eine Stunde länger als geplant geöffnet: Ab 11 bis 20 Uhr können alle Besucher dann für eine Abkühlung im Wasser vorbeikommen - spontan, ohne Voranmeldung und ohne Zeitfenster.

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