Spiegel für sicheres Abbiegen ohne toten Winkel sollen bald kommen

dzUnfallprävention

Die Unfallgefahr beim Abbiegen an Kreuzungen soll durch spezielle Spiegel geringer werden. In der Stadt Unna sollen die Geräte bald installiert werden. Die Anschaffung ist einfacher als gedacht.

Unna

, 02.08.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

An neun Kreuzungen im Unnaer Stadtgebiet sollen demnächst Trixi-Spiegel angebracht werden. Das Ziel: weniger tote Winkel. Abbiegesituationen sind oft gefährlich, besonders für Fußgänger und Radfahrer. Die Fahrer großer Fahrzeuge wie Lastwagen haben in vielen Fällen nicht das ganze Geschehen um sich herum im Blick. Die gewölbten Spiegel sollen helfen, und in Unna sollen sie bald kommen.

Planung für Unna seit dem Winter

Aktuell hat die SPD-Kreistagsfraktion einen Antrag öffentlich gemacht, Trixi-Spiegel an Kreuzungen im Kreisgebiet zu installieren. Die Kreisverwaltung möge dies prüfen. Für Unna ist diese Prüfung bereits abgeschlossen. Im Februar hatte die Stadt bekannt gegeben, dass das Projekt in Planung ist. Die Verwaltung hatte auch bereits neun Kreuzungen benannt, die durch die gewölbten Spiegel sicherer werden sollen.

Positives Signal von Straßen NRW

Betroffen seien sieben Landes- und zwei Kreisstraßen, erklärte Stadtsprecher Christoph Ueberfeld. Die Stadt müsse sich mit der Landesbehörde Straßen NRW abstimmen. Aus einem ersten Gespräch habe man ein positives Signal mitgenommen, so Ueberfeld. „Wir rechnen damit, dass wir zeitnah grünes Licht bekommen.“

Finanzierung ohne Sponsoring

Segnet Straßen NRW die Planung ab, dann sollte die Umsetzung zügig vonstatten gehen. Die Stadt rechnet mit einer überschaubaren Investition. Sie geht daher davon aus, dass sie die Spiegel aus ihrem Budget finanzieren kann. Im Vorfeld hatte es eine Anregung aus der Unnaer Politik gegeben: Heimische Unternehmen, etwa aus der Transportbranche, könnten das Projekt mit Sponsoring unterstützen. Das erscheint aber inzwischen unnötig. „Die Spiegel sind erschwinglich“, so Ueberfeld.

Neun Kreuzungen in Unna, Massen und Königsborn

Die Planung bezieht sich auf neun Kreuzungen, an denen fast durchweg ein hohes Verkehrsaufkommen herrscht. Sie liegen in Unna und in den Stadtteilen Königsborn und Massen:

  • Kleistraße/Massener Hellweg
  • Rudolf-Diesel-Straße/Hochstraße
  • Hansastraße/Kornstraße
  • Friedrich-Ebert-Straße/Parkstraße
  • Kamener Straße/Hallohweg
  • Kamener Straße/Wilhelminenstraße
  • Massener Straße/Käthe-Kollwitz-Ring
  • Morgenstraße/Uhlandstraße und
  • Morgenstraße/Ostring.

Aus größeren Städten sind diese Zusatzspiegel an Ampelkreuzungen bekannt. In Münster zum Beispiel werden sie schon eingesetzt. Sinnvoll erscheinen sie nicht nur an Ampelkreuzungen, sondern überall dort, wo an Einmündungen gehalten wird - zum Beispiel an der Kamener Straße, wenn sich der Verkehr staut.

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