Sperrung in Kessebüren: Ortsvorsteher beklagt schlechte Planung

dzVerkehr

Zwölf Kilometer Umweg müssen Kessebürener derzeit in Kauf nehmen, wenn sie nach Unna wollen. Der Grund: Die Eisenbahnbrücke an der Fröndenberger Straße wird saniert - allerdings nur nachts.

Kessebüren

, 17.10.2020, 15:47 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seit dem 10. Oktober ist die Fröndenberger Straße am Ortseingang Kessebüren wegen Arbeiten an der Eisenbahnbrücke gesperrt. Wer von Unna nach Kessebüren oder umgekehrt fahren möchte, den führt eine gut sechs Kilometer lange Umleitung über Frömern. Ein Umweg, der nicht nötig wäre, findet Kessebürens Ortsvorsteher Gerhard Heckmann.

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Gegen die Umleitung an sich spreche nichts, findet Heckmann. Doch er stellt die Frage nach ihrer tatsächlichen Notwendigkeit: „Man würde dies notgedrungen hinnehmen, wenn an der Brücke tagsüber tatsächlich auch gearbeitet würde, was aber nicht der Fall ist.“ Nach seiner Wahrnehmung und der mehrerer Kessebürener scheine an den Brückenträgern nur nachts gearbeitet zu werden, wenn keine Züge fahren.

„Dann wäre es doch möglich, die Straße tagsüber für den Verkehr wieder freizugeben. Man brauchte nur die Absperrgitter hälftig zur Seite zu stellen“, schlägt Heckmann vor. Der Ortsvorsteher fordert eine bessere Abstimmung zwischen der Deutschen Bahn und dem Ordnungsamt, damit für die noch verbleibende Woche die Sperrung am Tage wieder aufgehoben wird. Eine Antwort der Deutschen Bahn auf eine entsprechende Anfrage unserer Redaktion am Freitagnachmittag steht noch aus.

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