SPD will Mountainbikern in Unna weiterhin eine Heimat bieten

dz„Soziale Musterkinder“

Für die Mountainbike-Szene im Bornekamp gibt es wieder etwas Hoffnung. Nach einer Klarstellung des Kreises will die SPD-Fraktion in Unna die Stadtverwaltung auffordern, eine Lösung zu suchen.

Unna

, 12.09.2019, 13:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass das Mountainbiking und der Bau von Rampen im Bombentrichter bei Billmerich zurzeit verboten ist, darüber herrscht bei Stadt und Kreis Unna Einigkeit. Aber: Nach einer Klarstellung des Kreises ist zumindest denkbar, dass dies nicht so bleiben muss. Und diesen Gedanken will die SPD im Stadtrat nun aufgreifen.

Ihr Fraktionsvorsitzender Bernd Dreisbusch fühlt sich von der Unnaer Verwaltung schlecht beraten. Weil auch der Kreis die derzeitige Sportnutzung im Landschaftsschutzgebiet als verboten darstellt, war die Stadt davon ausgegangen, die Bauwerke der Kinder und Jugendlichen abreißen zu müssen – was dann auch geschah.

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Diese Schlussfolgerung sei aber wohl nicht korrekt, hatte Kreis-Dezernent Ludwig Holzbeck danach klargestellt. Und er verband dies mit dem Hinweis darauf, dass Unna auch eine Befreiung vom Landschaftsschutz erwirken könne, die das Mountainbiking legalisiert.

Darauf will die SPD jetzt drängen. Ihre Fraktion im Stadtrat hatte bereits einen Antrag gestellt, nach dem die Stadt die Möglichkeit einer Legalisierung prüfen solle.

Dreisbusch: Mountainbiker sind „soziale Musterkinder“

Dreisbusch war erst vor kurzem selbst in Kontakt mit der Szene gekommen und zeigt sich danach sehr beeindruckt davon, wie die Kinder und Jugendlichen sich dort verhalten. Bei einem Besuch seines Neffens habe er dem Jungen ein altes Mountainbike vermittelt und ihn zum Bombentrichter begleitet, wo er sofort Anschluss fand.

„Das ist eine sehr offene Szene von jungen Leuten, die eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung suchen. Sie besprechen miteinander, ob sie sich einen bestimmten Sprung schon zutrauen können und wie sie ihn angehen. Es gibt drei Parcours mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, die die Kinder dort aus Naturmaterialien geformt haben. Da ist kein Lärm, da wird kein Müll liegen gelassen. Im Grunde sind das schon soziale Musterkinder,“ berichtet Dreisbusch.

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Dreisbusch macht nun klar: „Wir sind enttäuscht davon, dass die Stadt eher auf das Ziel hin arbeitet, so etwas zu verhindern, während der Kreis klar macht, dass es doch gehen könnte. Wir als SPD wollen das Signal setzen: Die wünschen uns, dass da etwas geht.“

Unna könnte zumindest theoretisch eine Befreiung vom Landschaftsschutz erwirken, wenn die Stadt ein öffentliches Interesse daran aufzeigt und ökologische Ausgleichsmaßnahmen schafft.

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