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Sorge und Rätsel um „blutenden“ Kastanien-Ast im Kurpark

dzSeltsames Phänomen

Ein riesiger Ast stürzt auf einen beliebten Fußweg im Kurpark. War es der Sturm? Schwächt eine Krankheit den Baum? Warum blutet der Ast? Noch gibt der Vorfall Rätsel auf.

Königsborn

, 11.06.2019 / Lesedauer: 2 min

Im Kurpark ist ein rund zehn Meter langer Ast von einer Kastanie abgebrochen und auf einen Fußweg gestürzt. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Der Zustand des massiven Asts gibt Rätsel auf: Er blutet. Ein Spaziergänger meldete unserer Redaktion dieses Phänomen. Tatsächlich tropft aus zwei Bruchstellen eine rötliche Flüssigkeit. Sie bildete am Dienstagmittag bereits eine Pfütze. Wann genau der Ast abgebrochen war, ist unbekannt. Denkbar ist, dass es am stürmischen Pfingstsamstag passiert ist oder der Ast durch den Sturm beschädigt wurde und danach herabgefallen ist.

Wie das „Bluten“ zu erklären ist, ist bisher unbekannt. Möglich ist, dass die Kastanie mit einem Bakterium befallen ist, das seit einigen Jahren zunehmend Bäumen dieser Art zu Schaffen macht. Der Krankheitserreger „Pseudomonas syringae“ hat unter anderem zur Folge, dass blutende Stellen am Stamm auftreten, auch an den Ästen. Einzelne Äste können absterben. Wie die Landwirtschaftskammer informiert, sterben die Bäume mit Fortschreiten der Krankheit vollständig ab.

Bisher konnte nicht bestätigt werden, ob „Pseudomonas“ diesen Baum befallen hat. Die blutrote Flüssigkeit ließe es sogar möglich erscheinen, dass ein Unbekannter den Ast mit Farbe manipuliert hat. Die Stadt versprach am Dienstag, dass Ast und Baum untersucht würden. Eine Rückmeldung erhielt unsere Redaktion bisher nicht.

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