Sonnenschule Massen erhält Bildungssiegel für vier weitere Jahre

dzSchulen in Unna

Große Freude an der Sonnenschule: Die Grundschule darf vier weitere Jahre das BNE-Siegel tragen. Das ist Ehre und Herausforderung zugleich, denn ein neues Projekt muss jetzt umgesetzt werden.

Unna

, 28.09.2020, 15:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Besuch, den die Sonnenschule Massen an diesem Montag empfing, war ein besonders gern gesehener Gast. Oliver Bellaire von der Waldschule Cappenberg, kam in den Unnaer Westen, um der Grundschule erneut das BNE-Siegel zu überreichen.

BNE – das steht für „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“. Die Waldschule Cappenberg koordiniert das BNE-Projekt in der Region. Das begehrte Zertifikat müssen sich Schulen verdienen und vier Jahre lang ein Projekt umsetzen, das für Nachhaltigkeit steht.

Schulgarten geschaffen und weiterentwickelt

Vor vier Jahren war es die Schaffung eines Schulgartens, die sich die Sonnenschule zum Ziel gesetzt hatte. Insbesondere bei der Schaffung des Gartens wirkten die Eltern mit, allerdings standen stets die Kinder im Vordergrund. So wurde an der Sonnenschule eine Garten-AG gegründet.

Frühblüher sorgen im Schulgarten für prächtige Farben, im Herbst kann Beerenobst geerntet werden. „Wir haben auch schon Gurken, Tomaten und Kartoffeln angebaut“, berichtet Konrektorin Sabrina Theinert, die für den Schulgarten und das BNE-Siegel verantwortlich ist. Die Ernte sei natürlich noch gering, Gemüse und Kräuter werden aber auch in der Schule zubereitet und verzehrt.

Wieviel Freude die Kinder an dem Garten haben, zeigten die Mädchen und Jungen, die im Sommer die Sonnenschule verlassen haben. Die ehemaligen Viertklässler schenkten der Schule einen Obstbaum. „Künftig soll jeder Jahrgang seinen eigenen Obstbaum bekommen“, will Sabrina Theinert auch diese Idee nachhaltig wirken lassen.

Wildwiese wurde ein Opfer von Corona

Regenwasser fangen die Kinder inzwischen in einer Regentonne auf, ein Insektenhotel soll kleinen Fliegern ein Zuhause bieten. „Wir planen auch die Schaffung einer Blühwiese“, sagt Theinert. Ursprünglich sollte das schon im vergangenen Frühjahr passieren, doch Corona machte einen Strich durch diese Rechnung.

Die Konrektorin ist sich sicher, dass die Kinder viele Ideen mit nach Hause nehmen. Zuletzt wurden in der Sonnenschule auch schon Eier von seltenen Hühnerrassen ausgebrütet. Rund 30 Küken schlüpften – und natürlich wurde der Ruf nach einer Wiederholung laut. Die Sonnenschule hat Kontakt zu einem Züchter der seltenen Rassen, der die Jungtiere auch wieder übernommen hat. Irgendwann könnte die Sonnenschule aber auch eigene Hühner haben.

Demokratie-Projekt für die nächsten vier Jahre

Der Blick von Sabrina Theinert geht aber schon nach vorn. Mit einem Demokratie-Projekt setzt die Schule im BNE-Bereich nun nämlich einen neuen Schwerpunkt. es gibt sogar schon ein Schulparlament. Der Garten wird aber natürlich weiter gehegt und gepflegt.

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