Das Jobcenter bekommt nun das zu viel gezahlte Geld zurück – in Raten. © Udo Hennes
Gerichtsprozess

So versuchte eine Frau aus Unna, das Jobcenter zu betrügen

Geldnöte verleiteten eine Unnaerin dazu, in alte Muster zu fallen. Die 35-Jährige verschwieg dem Jobcenter entscheidende Veränderungen und erhielt so Geld, das ihr gar nicht zustand.

Im November 2019 wurde die Frau aus Unna zuletzt wegen eines Betrugs auf Kosten der Allgemeinheit zu einer Geldstrafe verurteilt. Das konnte sie nicht davon abhalten, ihr Glück im ersten Halbjahr 2020 erneut auf die Probe zu stellen. Obwohl ihr Ehemann, mit dem sie und das gemeinsame Kind eine Bedarfsgemeinschaft bildeten, wieder einen Job hatte, kassierte sie weiter die volle Unterstützung. So entstand ein Schaden von rund 3750 Euro. Verborgen blieb das Ganze allerdings nicht.

Vor dem Amtsgericht räumte die 35-Jährige ihr strafbares Schweigen nun nach kurzem Schweigen schnell ein und begründete es mit wenigen Worten: „Weil wir Ärger mit dem Vermieter hatten. Wir haben gezahlt, aber dennoch hat er uns jetzt ohnehin vor die Tür gesetzt.“

Dem Geständnis standen drei einschlägige Vorstrafen und das rasante Rückfalltempo gegenüber. Die Unnaerin erhielt 900 Euro Geldstrafe und eine deutliche Warnung der Richterin: „Ich habe darüber nachgedacht, eine Freiheitsstrafe zu verhängen. Seien Sie sich versichert, beim nächsten Mal wird es eine.“

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