Das ging schnell: Der befürchtete Leerstand, der sich mit dem Weggang von Peek und Cloppenburg in der Unnaer Innenstadt abzeichnete, wird nur von kurzer Dauer sein. Das Modehaus Sinn kommt.

Unna

, 01.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Sinn-Gruppe wird im März 2020 ein neues Bekleidungshaus in Unna eröffnen – und zwar in dem Gebäude an der Bahnhofstraße, in dem derzeit noch Peek und Cloppenburg (P&C) eine Zweigstelle hat. Damit ist ein möglicher Leerstand der gut 3000 Quadratmeter großen Verkaufsfläche am Tor zur Innenstadt abgewendet. Die Zeit von der Schließung der P&C-Filiale Ende Dezember bis zur Eröffnung will die Sinn-Gruppe für umfangreiche Modernisierungsarbeiten nutzen.

Das Modehaus Sinn, vielen noch unter dem alten Namen SinnLeffers bekannt, firmiert seit Juni 2018 als Sinn GmbH und setzt laut eigener Pressemitteilung auf einen neuen Markenauftritt mit dem Logo „Das macht Sinn“.

Darin heißt es weiter, dass Sinn „als auf Markenmode und Wäsche fokussierter Textilhändler mit hoher Beratungskompetenz einen Beitrag zu der Vielfalt der Innenstadt Unnas leisten“ wolle. Der Standort sei auch in Zukunft eine „attraktive Einkaufsdestination“ – das Unternehmen glaubt also offenbar fest an den stationären Einzelhandel in Lagen, die andere als schwierig bezeichnen.

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Unna wird der 23. Standort der Sinn-Gruppe; die Mehrheit aller Filialen liegt in Nordrhein-Westfalen. Sinn war 1850 in Köln gegründet worden. 1997 fusionierten die beiden Traditions-Modehäuser Sinn und Leffers. Von 2001 bis 2005 gehörte das Unternehmen zum Essener KarstadtQuelle-Konzern, bis es von der Deutschen Industrie Holding (DIH) übernommen wurde. Im Dezember 2012 erwarb die Familie Wöhrl alle Anteile an SinnLeffers.

Rund 1450 Mitarbeiter arbeiten derzeit bei der Sinn-Gruppe

Zwischen September 2016 und Ende Juli 2017 befand sich SinnLeffers in einer Insolvenz in Eigenverwaltung und stellte sich in diesem Zuge „grundlegend zukunftsfähig“ auf. Im Juni 2018 wurde der Firmenname auf Sinn GmbH geändert, der neue Markenauftritt erfolgt mit dem Logo „das macht Sinn“. Aktuell beschäftigt die Sinn-Gruppe rund 1450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Mehr als 85 Marken sollen in Unna angeboten werden

In Unna will die Sinn-Gruppe nach eigener Aussage mehr als 85 Marken im Bereich Damen- und Herrenmode sowie Wäsche anbieten. Das Sortiment werde an die lokale Nachfrage angepasst. Am Standort in der Bahnhofstraße soll es unter anderem WLAN im ganzen Haus geben. Weitere Digitalisierungsideen der Sinn-Gruppe umfassen unter anderem eine „verlängerte Ladentheke“, also die Möglichkeit, Produkte im Geschäft zu bestellen und nach Hause zu erhalten oder umgekehrt.

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