Sicherer Radweg in den Unnaer Osten

dzSchachtkuhle

Für Radfahrer war die Situation bislang unbequem, für Verkehrspolitiker ein echtes Ärgernis. Nun aber steht der neue Anschluss von der Morgenstraße zur Schachtkuhle vor der Fertigstellung. Innenstadt und Ostdörfer Unnas sind dann mit einem durchgehenden Radweg verbunden.

Unna

, 12.10.2018, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Einen genauen Termin für die Freigabe des neuen Radweges vermag das Rathaus noch nicht zu sagen. Doch beginnende Asphaltarbeiten lassen annehmen, dass der Tag der Abnahme des neuen Radweges nicht mehr zu lange auf sich warten lässt. Mit der neuen Verbindung zwischen Morgenstraße und Schachtkuhle soll es eine gut befahrbare Alternative zur beschwerlichen Fahrt zwischen den Betriebsflächen des Autoverwerters geben.

Es mag eine der unangenehmsten Problemstellen im Unnaer Radwegenetz sein, die damit umgangen wird. Wer von der Innenstadt in den Unnaer Osten fährt, wird zunächst sicher auf Radwegen und -streifen an der Morgenstraße entlang geführt, um über die Schachtkuhle auf die verkehrsarme oder sogar autofreie Hellwegtrasse zu kommen. Am Schrottplatz aber suchen sich Radfahrer auf abschüssiger und stark beschädigter Fahrbahn ihren Weg zwischen gerade angelieferten Autowracks und Kundenfahrzeugen hindurch. Zudem queren Mitarbeiter und Besucher ihre Fahrspur.

Entstanden war die Problematik durch das Wachstum des Betriebes. Die Abwrackprämie 2009 und später vermutlich auch die Geschäftsaufgabe eines anderen Autoverwerters haben den Fahrzeug- und Teilebestand des Unternehmens sichtlich vergrößert. Entsprechend groß ist der Flächenbedarf. Der ursprünglich nur auf der Ostseite der Schachtkuhle angesiedelte Betrieb nahm Flächen auf der anderen Straßenseite hinzu. Der Radfahrer fährt „gefühlt“ über den Schrottplatz. Ein öffentlicher Weg schien dadurch vereinnahmt worden zu sein.

Der Bau des neuen Radweges entflechtet die beiden Nutzungen. Die Stadt hat die Schachtkuhle bereits entwidmet und somit aus dem öffentlichen Straßennetz herausgenommen. Sie ist rechtlich gesehen ein privater Grundbesitz der Stadt. Der Bau des neuen Radweges erfolgt auf Grundlage eines Vertrages zwischen der Stadt und dem Autoverwerter.

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