„Sichere Häfen“: Bürger sollen „finanzielle Verpflichtung“ der Stadt durch Spenden tragen

dzAntrag

Wer A sagt, muss auch B sagen – jedenfalls, wenn es nach dem Verein „Wir für Unna“ geht. Der Beitritt zum Bündnis „Sichere Häfen“ geht demnach mit einer finanziellen Verpflichtung einher.

Unna

, 21.10.2019, 16:46 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Verein „Wir für Unna“ will dem Bekenntnis der Stadt zum Bündnis „Sichere Häfen“ Taten folgen lassen. In einem von der Vereinsvorsitzenden Margarethe Strathoff und ihrem Vize Matthias Töpfer unterzeichneten Antrag regt der Verein die Einrichtung eines Spendenkontos an. So könnten alle Bürger einen finanziellen Beitrag zur privaten Seenotrettung leisten, heißt es in dem Papier, das in diesem Punkt ausdrücklich die Ratsmitglieder erwähnt.

Der Beitritt zu dem Städtebündnis „Sichere Häfen“ war politisch leidenschaftlich und vor allem emotional debattiert worden. Bei 24 Ja- und 19 Nein-Stimmen ist der Antrag der Grünen befürwortet worden. Ausdrücklich hatte Bürgermeister Werner Kolter darauf hingewiesen, dass es zunächst um einen symbolischen Akt gehe. Der Rat könne später entscheiden, ob und in welcher Weise die Stadt sich finanziell an der privaten Seenotrettung beteilige.

„Wir für Unna“ geht in seinem Antrag dagegen von einer finanziellen Verpflichtung aus und beantragt deshalb, dieser nachzukommen – „nicht nur durch Lippenbekenntnisse“. Ein Spendenkonto sei eine Möglichkeit, dieser Verpflichtung nachzukommen. „Auf freiwilliger Basis, ohne den Haushalt der Stadt zu belasten“, heißt es weiter.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Kritik an Göldner

Klaus Tibbe und die Stadtwerke Unna weisen Vorwurf der „Amigo-Wirtschaft“ weit zurück

Meistgelesen