„Shutdown-Bar“ an der Stadthalle Unna soll Musikkultur zurückbringen

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Ein kühler Drink, eine Currywurst und dazu gute Musik – und das alles unter freiem Himmel. Mit diesem Konzept versuchen die Stadthalle Unna und ihr Caterer ein bisschen Normalität in Corona-Zeiten zu schaffen.

Unna

, 16.07.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nein, neben der Stadthalle entsteht nicht die nächste Baustelle: Die Aufbauarbeiten, die dort am Mittwoch und Donnerstag zu beobachten waren, lassen eine „Musikinsel“ entstehen. Die Idee dahinter: Mit einer Bar, Bierzelt-Garnituren und einer Bühne für Live-Auftritte unter freiem Himmel gibt es hier die Möglichkeit, zusammen mit Freunden Musik zu hören und dabei ein kühles Getränk zu genießen – ganz so, als wäre man auf einer Party oder in einem Club.

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Mit der „Shutdown-Bar“ haben die Stadthalle Unna und der Stadthallen-Caterer Schimion ein Konzept auf die Beine gestellt, das dies trotz der geltenden Corona-Beschränkungen möglich macht. „Das Ziel ist es vor allem, diese Kultur des gemeinsamen Musikhörens wieder aufleben zu lassen und unsere Fläche hier nicht so leer zu haben“, sagt Patrick Seubert, technischer Leiter der Stadthalle Unna.

„Das Ziel ist es vor allem, diese Kultur des gemeinsamen Musikhörens wieder aufleben zu lassen.“
Patrick Seubert, Technischer Leiter der Stadthalle Unna

Denn seitdem im März die großen Veranstaltungen in der Stadthalle abgesagt wurden, herrscht dort überwiegend gähnende Leere. Bis auf die Ratssitzungen und einzelne, kleinere Zeugnisvergaben der Unnaer Schulen passiert nicht viel – und für den Caterer ohnehin nicht.

Auftakt mit „House-Edition“

Also kam die Idee der „Shutdown-Bar“; „aus der Not geboren und mit Leidenschaft gezeugt“, so bewerben die Veranstalter ihr Konzept. Jeweils freitags und samstags gibt es ab 17 Uhr wechselnde Musikangebote. Nach einem Testlauf am kommenden Freitag, 17. Juli, geht es am 18. Juli mit einer „House Edition“ los. „Dort sind dann die DJs dabei, die eigentlich im März bei der „Good old times“ in Bergkamen aufgelegt hätten, die aber schon wegen Corona abgesagt werden musste“, sagt Seubert.

Die Banner an den Zäunen haben auch eine „Corona-Geschichte“: Eigentlich hingen sie bald in Warstein auf dem Gelände der Montgolfiade. Doch das Ballonspektakel ist wegen der Pandemie in diesem Jahr abgesagt.

Die Banner an den Zäunen haben auch eine „Corona-Geschichte“: Eigentlich hingen sie bald in Warstein auf dem Gelände der Montgolfiade. Doch das Ballonspektakel ist wegen der Pandemie in diesem Jahr abgesagt. © Anna Gemünd

Verzehrkarten müssen vorher online gekauft werden

In der kommenden Woche folgt mit Michael Meier Unnas wohl bekanntester Musiker –nd auch ein Livestream ist geplant. Eintritt kosten die Veranstaltungen nicht, wer dabei sein möchte, muss aber im Vorfeld eine Verzehrkarte erwerben. „Es gibt einen Mindestverzehr von fünf Euro pro Person und Stunde. Das dient dazu, die Kosten zu decken. Gleichzeitig stellen wir durch die Voranmeldung sicher, dass wir die Kontaktdaten zur eventuell notwendigen Infektionskettenverfolgung haben“, erklärt Patrick Seubert das Konzept.

Karten können für den gesamten Zeitraum (17 bis 22 Uhr) oder für die „Frühschicht“ (17 bis 19.30 Uhr) oder die „Spätschicht“ (19.30 bis 22 Uhr) gekauft werden. Die Veranstaltungen finden nur bei gutem Wetter statt –- das ist das Risiko einer Veranstaltung unter freiem Himmel. „Aber dafür haben wir die Chance, etwas anzubieten, bei dem die Infektionsgefahr durch die frische Luft minimiert ist“, hofft nicht nur Patrick Seubert auf gute Resonanz.

Verzehrkarten für die einzelnen Veranstaltungen gibt es auf der Homepage des Caterers Schimion www.catering-schimion.de/index.php/shutdownbar.
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