Umzug während Corona: Senioren nun in Pflegeeinrichtungen im Parkquartier Königsborn heimisch

dzWohnen im Alter

Die Pflegeeinrichtung und die Wohngruppe im Neubau an der Potsdamer Straße sind nun eingerichtet. Ende April haben die ersten Senioren ihre neue Heimat bezogen. Einige Plätze sind noch frei.

Unna

, 28.06.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach langem Warten war es zuletzt soweit: Die Einrichtungen für Senioren im Parkquartier Königsborn konnten in den vergangen Wochen bezogen werden - mitten in der Corona-Krise. Sowohl die Bewohner der stationären Pflegeinsel als auch die betreute Wohngruppe des Pflegedienstes MAK Tölke sind nun in den Neubau an der Potsdamer Straße eingezogen.

Erfolgreicher Umzug vom Haus am Ostenberg

Zunächst wurden die 20 Bewohner vom Haus am Ostenberg unter strengen hygienischen Auflagen in die Pflegeinsel umgesiedelt. Ludger Tölke, Geschäftsführer der Mobilen Alten- und Krankenpflege (MAK) Unna, freut sich, dass trotz Corona alles reibungslos geklappt hat. „Alle Bewohner sind einzeln transportiert worden, niemand hat sich mit dem Coronavirus infiziert“, sagt er. Die bisherige Heimat der Bewohner, das Haus am Ostenberg, stehe nun leer; in der neuen Einrichtung im Parkquartier hat jeder der Bewohner ein eigenes Zimmer mit behindertengerechtem Bad.

Von der großen Dachterrasse im ersten Obergeschoss haben die Bewohner der Wohngruppe einen Blick auf den Innenhof der Pflegeinsel.

Von der großen Dachterrasse im ersten Obergeschoss haben die Bewohner der Wohngruppe einen Blick auf den Innenhof der Pflegeinsel. © Udo Hennes

Eine Etage über der Pflegeinsel betreut die MAK Tölke weitere Senioren: Dort finden Menschen, die noch weitestgehend selbstständig leben können, in einer betreuten Wohngruppe ein neues Zuhause. Neben dem gemeinsamen Wohnzimmer, einer Wohnküche und einer großen Dachterrasse steht jedem der Bewohner ein eigenes Zimmer mit Bad und gegebenenfalls einem Balkon zur Verfügung. Eine Betreuung durch den Pflegedienst der MAK Tölke ist rund um die Uhr gewährleistet.

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Selbstbestimmtes Leben in der MAK-Wohngruppe

Ludger Tölke erklärt das Konzept: „Das selbstbestimmte Leben bleibt in der Wohngruppe auch im hohen Alter möglich, mit dem Vorteil, dass immer ein Ansprechpartner vor Ort ist.“ Die Betreuung achte etwa darauf, dass der Herd nicht angeschaltet bleibt und dass die Bewohner nach einem Ausflug tatsächlich den Weg nach Hause finden.

Auf die Idee, quartiersbezogen zu leben, werde dabei besonderer Wert gelegt, und das für möglichst lange Zeit: „Wer möchte, darf hier natürlich bis zum Lebensende wohnen bleiben“, sagt Tölke. „Es wäre auch für die Bewohner schön, wenn sie als Gemeinschaft zusammenwachsen.“

Gemütlich eingerichtet mit eigenen Möbeln der Bewohner: Pflegedienstleitung Danuta Polk zeigt das Wohnzimmer der Bewohner in der Wohngruppe der MAK.

Gemütlich eingerichtet mit eigenen Möbeln der Bewohner: Pflegedienstleitung Danuta Polk zeigt das Wohnzimmer der Bewohner in der Wohngruppe der MAK. © Udo Hennes

Nach und nach soll das Haus daher komplett bezogen werden, dafür stehen sowohl in der Pflegeinsel als auch in der betreuten Wohngruppe noch Plätze zur Verfügung. Tölke ist sich sicher, dass die Nachfrage bei dieser Einrichtung groß sein wird: „Der Neubau befindet sich mit dem Kurpark in der Nähe in einer tollen Lage, außerdem ist die moderne und altersgerechte Ausstattung perfekt auf die Bedürfnisse von Senioren angepasst.“

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