Senior fuhr auf der A1 in die Leitplanke

von Sylvia Mönnig

Unna

, 14.06.2019, 15:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Unna. Glätte oder zu hohes Tempo sorgten dafür, dass ein 69-Jähriger auf der A1 im Bereich Unna gegen eine Leitplanke fuhr. Er geriet in Panik und gab Gas.

Jetzt musste er sich wegen Unfallflucht vor dem Amtsgericht verantworten. Am Morgen des 27. Januar kollidierte der Wagen des Senioren mit der Leitplanke. Der Schaden war auf beiden Seiten beachtlich.

Alleine die Reparatur der Leitplanke schlug später mit 3600 Euro zu Buche. Und das Auto des 69-Jährigen war im Bereich der Motorhaube und der Scheinwerfer so ramponiert, dass es zwei Polizeibeamten kurz nach dem Unfall auffiel. Sie stoppten den Pkw. Der Fahrer behauptete daraufhin, in Olpe gegen eine Mauer gefahren zu sein. Die Mauer sei dabei nicht beschädigt worden. Allerdings passte diese Schilderung nicht zu den Schäden am Auto. Über Funk hakten die Beamten nach und erfuhren von Kollegen, dass es auf der A1 im Bereich Unna eine „frische Unfallstelle“ gebe.

Und diese Schäden passten. Nun war Leugnen zwecklos. Im Prozess stellte der 69-Jährige den Vorfall jetzt auch nicht in Abrede. Es war ihm nur wichtig, zu betonen, dass er nicht zu schnell gefahren sei. Es sei glatt gewesen und deshalb sei er gegen die Leitplanke gerutscht. „Wahrscheinlich habe ich total falsch reagiert.“ Er habe nämlich befürchtet, an der Stelle mit seinem Auto ein Hindernis zu sein. Aus diesem Grund sei er weitergefahren. An der nächsten Raststätte habe er halten wollen, um die Polizei zu verständigen. Denn ein Handy habe er auch nicht dabeigehabt.

Zudem sei ihm die schwere Beschädigung der Leitplanke in dem Moment nicht aufgefallen. Und mit einem Anflug von Galgenhumor erklärte er mit Blick auf die Anklagebank: „Ich wollte ja nur mal hier so sitzen.“

Geständnis, Einsicht, Reue und ein leeres Strafregister standen dem hohen Schaden gegenüber. Für den Senior endete der Fall mit 900 Euro Geldstrafe und vier Monaten Sperrfrist zur Erteilung einer neuen Fahrerlaubnis. sam

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