Sechs Bewerber stehen in Hettstedt auf dem Wahlzettel

dzPartnerstadt

Der plötzliche Tod des Amtsinhabers macht die Bürgermeisterwahl in Bergkamens Partnerstadt in Sachsen-Anhalt zu einer unübersichtlichen Angelegenheit.

Bergkamen/Hettstedt

, 27.10.2018, 18:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bürger in Bergkamens sachsen-anhaltinischer Partnerstadt Hettstedt wählen an diesem Sonntag einen neuen Bürgermeister. Allerdings ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass sich schon im erstem Wahlgang entscheidet, wer die Nachfolge des verstorbenen Stadtoberhauptes Danny Kavalier antritt. Da sechs Bewerber auf dem Wahlzettel stehen, ist damit zu rechnen, dass der neue Bürgermeister erst bei einer Stichwahl gekürt wird. Die ist für Sonntag, 11. November, vorgesehen.

Der Termin für die Bürgermeisterwahl in Hettstedt steht schon lange fest. Doch nachdem Danny Kavalier am 1. September völlig überraschend im Alter von 40 Jahren verstorben ist, gibt es für den Urnengang eine ganz neue Ausgangslage. Ursprünglich wollte Kavalier sich zur Wiederwahl stellen und hatte auch nur einen Gegenkandidaten: den parteilose Bewerber Dirk Fuhlert. Der 50-jährige Hettstedter betreibt eine Firma für TV- und Videoproduktion und saß früher für die „Freien Bürger Mitteldeutschlands“ im Hettstedter Stadtrat.

Nach dem Tod des Amtsinhabers gab es weitere Bewerber. Kavaliers Partei, die CDU, hat ihren Stadtverbandsvorsitzenden Frank Hergeröder nominiert. Für die SPD tritt der Parteilose Frank Geilert an, der Vorsitzende des Vereins „Alte Druckerei Heise“. Der betreibt ein Museum in einer aus dem Jahr 1889 gegründeten Druckerei in Hettstedt. Der Kreisverband Mansfeld-Südharz der AfD schickt den 60-jährigen Wirtschaftsmanager Hans-Joachim Klanert aus Hettstedt ins Bürgermeisterrennen. Zudem bewirbt sich der Landtagsabgeordnete Jens Diederichs aus Eisleben als Hettstedter Bürgermeister. Er wurde bei der Landtagswahl 2016 als Direktkandidat der AfD ins Magdeburger Parlament gewählt. Anfang Juni 2017 trat er aus der AfD-Fraktion aus und schloss sich der CDU-Fraktion an.

Der CDU-Kreisverband Mansfeld-Südharz sprach sich gegen die Aufnahme von Diederichs in die Landtagsfraktion aus. Außerdem tritt noch ein Einzelbewerber aus Hettstedt an: Der 38-jährige Versicherungskaufmann André Ulrich. Er zählt ebenfalls zu den „Freien Wählern Mitteldeutschland“, lässt seine Mitgliedschaft aber ruhen.

Angesichts der Konstellation nach dem Tod von Danny Kavalier und der Vielzahl der Bewerber gibt es bei der Wahl keinen klaren Favoriten.

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