Massener Vereine kämpfen für ein neues Hallenbad auf dem früheren Freizeitbadgelände

dzSchwimmsport

Nach der Rollwende beim Neubau der Realschule kehrt Sorge um die Zukunft des Massener Schwimmbads zurück. Drei Vereine drängen auf eine Lösung. Sie legen sich auf einen ungewöhnlichen Weg fest.

Unna

, 22.12.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Entscheidungen über eine neue Realschule in Massen sind auch Entscheidungen über ein Schwimmbad in Massen. Denn das Hellwegschwimmbad ist heute Teil des Bauensembles an der Königsborner Straße. Das Hin und Her in der Standort-Debatte für die Schule wollen die Nutzer des kleinen Hallenbades aber nicht mitmachen.

Drei Vereine wenden sich nun mit einem gemeinsamen Schreiben an Bürgermeister Werner Kolter. Der Trägerverein des Hellwegschwimmbades Massen, die DLRG-Ortsgruppe und die Wasserfreunde Massen drängen auf eine Fortsetzung der Planung für ein neues Schwimmbad und einen Neubau. Erfolgen soll er auf dem Gelände des ehemaligen Freizeitbades.

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Bad und Realschule wären danach in Zukunft getrennt. Denn was die Realschule angeht, hat die Stadt die Gedankenspiele über einen Neubau auf dem früheren Freibadgelände inzwischen wieder verworfen. Planungen konzentrieren sich jetzt wieder auf den derzeitigen Standort.

Erst ein neues Bad eröffnen, dann das alte abreißen

Es gibt mehrere Argumente, mit denen sich die Wassersportvereine nun trotzdem für einen Bäderneubau auf dem Freizeitbadgelände aussprechen. Eines davon ist, dass in den zurückliegenden Monaten bereits eine entsprechende Planungsreife erreicht worden sei, die eine schnellere Umsetzung verspricht. Im derzeitigen Schwimmbad werden mit Blick auf einen absehbaren Neubau nur noch die nötigsten Investitionen getätigt. Ein anderer Grund ist, dass auf diese Weise ein neues Bad gebaut werden könnte, bevor das alte abgerissen wird.

Schon eine Pause im Bäderbetrieb würde die Vereine gefährden

Die Nutzer des Hellwegschwimmbades haben Sorge, zwischenzeitlich auf dem Trockenen zu sitzen. Dies aber wäre für die Vereine existenzbedrohend. „Wir nehmen uns zwar nicht wichtiger als die Schule, gehen aber davon aus, dass auch das Schwimmbad ohne Unterbrechung zu erhalten ist“, schreiben die drei Vereinsvorsitzenden Erwin Floer (Hellwegschwimmbad), Dieter Hünervogt (DLRG) und Hans Josef Struck (Wasserfreunde) an den Bürgermeister.

Verträgliche Nachbarschaft auf dem Freizeitbadgelände

Dass dadurch eine räumliche Trennung von Realschule und Schwimmbad entstehen würde, halten die Vereine nicht für problematisch – im Gegenteil. Aktuell gebe es zumindest in den Abendstunden Konflikte zwischen Schul- und Schwimmbadbetrieb, weil die Schlüsselfrage nur schwer zu organisieren sei.

Auf dem Gelände des ehemaligen Freizeitbades hingegen dürften etwaige Handels- und Gewerbenutzungen gut mit einem Schwimmbad vereinbar sein. Zudem könnten Parkplätze für die gemeinsame Nutzung angelegt werden.

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