Schwierige Aufklärung bei kuriosem Raubüberfall in Unna

dzMann ins Auto gelockt

Ein Portemonnaie, eine Brille und ein Handy – das war die Beute, die drei Männer im März 2017 an der Feldstraße in Unna machten, als sie einen Mann überfielen. Dafür lockten sie ihn in ein Auto und schlugen ihn ins Gesicht. Die Aufklärung des Vorfalls scheint jedoch schwierig.

von Sylvia Mönnig

Unna

, 10.10.2018, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im März 2017 sollen ein Unnaer und zwei Mittäter einen Mann bestohlen und attackiert haben. Der 39-Jährige aus Unna stand nun vor dem Amtsgericht. Er beteuert seine Unschuld. Nun sollen Zeugen Licht ins Dunkel bringen.

Am 24. März vergangenen Jahres, so der Vorwurf, lockte das Trio sein Opfer im Bereich einer Tankstelle an der Feldstraße in ein Auto und entwendeten sein Portemonnaie, seine Brille und sein Handy. Danach erhielt der Geschädigte laut Anklage Faustschläge in das Gesicht und wurde dabei verletzt.

Bei einem der Täter soll es sich um den 39-jährigen Mann aus Unna handeln. Er sollte sich jetzt wegen gemeinschaftlichen Diebstahls und Körperverletzung vor dem Amtsgericht verantworten. Allerdings erklärte sein Verteidiger nach Verlesung der Anklageschrift: „Ich sage jetzt mal nur, er war das nicht.“

„Ich sage jetzt mal nur, er war das nicht.“
Der Verteidiger des Angeklagten

Und auf dem Foto, auf dem die Täter offenbar abgebildet sind, sei nicht sein Mandant zu sehen. Der Unnaer selbst bekundete: „Ne, das bin ich nicht.“

Zwei Zeugen waren geladen – unter ihnen auch der Geschädigte. Beide Männer erschienen jedoch trotz ordnungsgemäßer Ladung nicht. Sie sollen nun für ihr unentschuldigtes Fehlen jeweils 100 Euro Ordnungsgeld zahlen.

Dem Gericht wiederum blieb unter den Voraussetzungen nichts anderes übrig, als das Verfahren auszusetzen. Demnächst wird der Fall neu aufgerollt. Um eine weitere Verzögerung zu vermeiden, werden die beiden Zeugen zu dem Termin vorgeführt. Auch sollen die ermittelnden Polizeibeamten für zusätzliche Aufklärung sorgen.

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