Schuons Konkurrenz bei der Bürgermeisterwahl 2020 bleibt noch in der Deckung

dzKolter-Nachfolge

Katja Schuon soll für die SPD als Bürgermeisterkandidatin antreten, aber wer ihre Mitbewerber sein werden, ist offen. Die übrigen Parteien in Unna haben es offenbar nicht eilig.

Unna

, 28.09.2019, 12:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Chancen bei einer demokratischen Wahl hängen auch von der Stärke der Mitbewerber ab. Wen SPD-Frau Katja Schuon am 13. September 2020 zu überflügeln hätte, um Unnas erste Verwaltungschefin zu werden, wird vermutlich noch einige Monate lang unbekannt bleiben.

Bislang hatten lediglich CDU und Bündnis 90/Die Grünen erklärt, in jedem Fall eigene Kandidaten aufstellen zu wollen. Daran halten sie auch weiterhin fest, ohne aber Eile erkennen zu lassen.

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CDU und Grüne küren Bürgermeisterkandidaten erst 2020

Bei der CDU könnte es sogar eine Verspätung geben: Statt in diesem Herbst wird die Kandidatenkür möglicherweise erst Anfang 2020 erfolgen. Offiziell bestätigt ist bislang nur das Verfahren, das in einem Punkt von dem bei der SPD abweicht.

Eine Findungskommission nimmt auch in der Union Aspiranten unter die Lupe. Über einen anschließenden Vorschlag des Stadtverbandsvorstandes stimmt dann die örtliche Parteibasis ab. Doch während die SPD dieses Votum indirekt über 62 Delegierte herbeiführt, gibt es in der kleineren CDU eine direkte Wahl durch die Parteibasis, an der sich jedes Unnaer Mitglied beteiligen kann.

Auch die Grünen kündigen ihre Kandidatenkür für Anfang 2020 an und sie lassen die Mitglieder ebenfalls direkt abstimmen. Möglicherweise wird es dort sogar eine Kampfkandidatur mehrerer Aspiranten geben. Zurzeit jedenfalls gebe es „einige Interessenten“, wie die Fraktionsvorsitzende Charlotte Kunert einblicken lässt.

Vor Kolters „Solo“ gab es immer mehrere Gegenkandidaten

Den Blick lediglich auf die drei größten Parteien im Ort zu richten, gibt bei Bürgermeisterwahlen in Unna oftmals kein vollständiges Bild ab. In der Vergangenheit hatten auch die kleinen Parteien Kandidaten benannt – allein, um bei Podiumsdiskussionen mit einem Repräsentanten der eigenen Positionen vertreten zu sein. Gelegentlich gab es zudem auch freie Kandidaten, deren Ambitionen aber unterschiedlich ernsthaft aufgefasst wurden.

Die Wahl 2015 war in dieser Hinsicht ungewöhnlich. Seinerzeit stand Amtsinhaber Werner Kolter ganz allein auf den Stimmzetteln, weil keine einzige Partei eine Chance gegen den SPD-Mann gewittert hatte. 2020 könnten die Ausgangssituationen der Kandidaten ausgewogener sein: Weil Werner Kolter nach 16 Jahren als Bürgermeister in den Ruhestand geht, kann es den nächsten Kandidaten mit „Amtsbonus“ erst 2025 wieder geben.

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