Schuldenabbau auf kriminelle Art

von Sylvia Mönnig

Unna

, 25.07.2019, 21:02 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit dem Ziel, seine Schulden bei der Justiz zu begleichen, fasste ein Unnaer den Plan, Geld mit Drogen-Geschäften zu verdienen. Eine denkbar schlechte Idee: Seine Verbindlichkeiten wurden dadurch nun nur noch höher.

Die Angst, seine Geldstrafe nicht bezahlen zu können und deshalb erneut hinter Gittern zu landen, ließ den 22-Jährigen erneut zum Straftäter werden. In seiner Wohnung in Unna entdeckte die Polizei Mitte April rund 20 Gramm Marihuana – fein säuberlich verpackt in 15 kleine Tütchen. Darüber hinaus fanden sie 270 Euro.

Wegen Drogenhandels saß der junge Unnaer nun im Amtsgericht auf der Anklagebank und machte sofort reinen Tisch: „Das ist richtig“, nickte er den Vorwurf ab und fügte hinzu: „Ich sah keine andere Möglichkeit, als auf die Weise meine Geldstrafe abzahlen zu können. Das war blöd. Aber ich wollte nicht wieder einfahren.“ Er selbst kiffe mittlerweile nur noch ab und zu, weil er nun einen Job habe, der ihm auch viel Spaß mache.

Sein Anwalt brachte es wenig später für ihn auf den Punkt: „Er wollte rechtstreu sein und ist nun leider nicht rechtstreu gewesen.“ Aber nunmehr sei der 22-Jährige, so denke er, auf reinem recht guten Weg.

Das offene Geständnis inklusive des eher ungewöhnlichen Motivs, die Arbeitsstelle und die Tatsache, dass der Unnaer seinen Konsum selbst reduziert hat, standen der nicht unerheblichen Menge Marihuana, den zahlreichen Vorstrafen und der Hafterfahrung gegenüber. Am Ende kam für den 22-Jährigen 1000 Euro Geldstrafe hinzu.

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