2,20 Meter Platz müssen auf dem Bürgersteig an der Rostocker Straße für Fußgänger sein. Der Grund: Hier gibt es nur auf einer Seite der Straße einen Bürgersteig, also muss auf diesem auch Begegnungsverkehr möglich sein. Parkende Autos verhindern dies jedoch. © Udo Hennes
Verkehr

Schnelle Lösung für Rostocker Straße ist nicht in Sicht

Die Parkprobleme an der Rostocker Straße sollen für alle Beteiligten zufriedenstellend gelöst werden - das steht nach einem Ortstermin jetzt fest. Doch wie die Lösung aussehen kann, ist noch unklar.

Feuerwehr, Polizei, Stadtbetriebe, Ordnungsamt und die Anwohner: Sie alle waren am Dienstag an der Rostocker Straße zusammen gekommen, um gemeinsam eine Lösung für das zu finden, was seit einigen Wochen die Emotionen in dem Wohngebiet hochkochen lässt: Das Parken auf der Fahrbahn will das Ordnungsamt nicht mehr dulden, weil dadurch die Straße beispielsweise für die Müllabfuhr zu eng wird. 40 Jahre lang war das bisher kein Thema an der Rostocker Straße.

Bei vielen Anwohnern, die teilweise seit Jahrzehnten an der Rostocker Straße wohnen, war die Wut über die vom Ordnungsamt verteilten „Mahnungen“ an parkenden Autos groß. „Hier ist doch in 40 Jahren nie irgendwas passiert und die Feuerwehr kommt auch durch“ – Dieser Satz fiel auch am Dienstag häufig, als Ordnungsamtsleiterin Heike Güse sich vor Ort ein Bild von der Lage machte und das Gespräch mit den Anwohnern suchte.

„Wir müssen alle Verkehrsteilnehmer im Blick behalten und da ist der Fußgänger das schwächste Verkehrsmitglied“, erklärte Güse, wieso der Bürgersteig an der Rostocker Straße eine Breite von 2,20 Meter haben muss und auch nicht teilweise zugeparkt werden darf: „Hier handelt es sich um einen gegenläufigen Fußweg, weil es nur auf einer Seite der Straße einen gibt. Es muss also Platz für Begegnungsverkehr sein; zwei Kinderwagen müssen hier aneinander vorbei passen.“

Die Idee der Anwohner, mittels einer weißen Linie auf dem Bürgersteig zumindest das teilweise Parken auf dem Bürgersteig zu erlauben, war damit de facto vom Tisch. Doch eine ganz andere Anregung gaben die überwiegend älteren Anwohner der Stadtverwaltung in diesem Zusammenhang mit: „Damit Kinderwagen und auch Rollatoren hier wirklich sicher auf dem Gehweg gehen können, sollte man die Bordsteine absenken.“ Ein Hinweis, den man aufgreifen werde, sagte der zuständige Mitarbeiter der Stadtverwaltung, der mit vor Ort war.

Ludger Tottmann von den Stadtbetrieben erklärte, wieso parkende Autos für seine Kollegen von der Abfallwirtschaft ein Problem darstellen: Die Müllabfuhrwagen kommen in Straßeneinmündungen nicht hinein wenn genau dort Autos geparkt sind.
Ludger Tottmann von den Stadtbetrieben erklärte, wieso parkende Autos für seine Kollegen von der Abfallwirtschaft ein Problem darstellen: Die Müllabfuhrwagen kommen in Straßeneinmündungen nicht hinein wenn genau dort Autos geparkt sind. © Udo Hennes © Udo Hennes

Das größte Problem haben mit der jetzigen Situation die Stadtbetriebe, deren Müllwagen vor allem Probleme haben, um die Kurve an der Rostocker Straße zu kommen. „Wenn dort Autos parken, kommen die Kollegen nicht durch“, berichtete Ludger Tottmann, stellvertretender Bereichsleiter der Abfallwirtschaft. Ein Parkverbot für die Abfuhrtage könnte eine Lösung sein. „Wir haben heute viel gesehen und gehört und werden jetzt mit allen Beteiligten zeitnah eine Lösung finden“, kündigte Heike Güse an. Einen konkreten Termin nannte sie nicht. Bis zu einer Lösung soll es aber keine „Knöllchen“ für parkende Autos an der Rostocker Straße geben.

Über die Autorin
Redaktion Unna
Sauerländerin, Jahrgang 1986. Dorfkind. Liebt tolle Geschichten, spannende Menschen und Großbritannien. Am liebsten draußen unterwegs und nah am Geschehen.
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Anna Gemünd
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