Schlagkräftige Kooperation zwischen Realschule und Orchester

dzHellweg-Realschule

Die Hellweg-Realschule und die „Neue Philharmonie Westfalen“ haben ihre seit Schuljahresbeginn bestehende Partnerschaft erneut mit Leben gefüllt. Im Zentrum stand dabei das Schlagwerk.

von Sebastian Pähler

Unna

, 28.02.2020, 16:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die nicht zu überschätzende Bedeutung des Schlagwerks in der Musik erlebten jetzt Schülerinnen und Schüler der Hellweg-Realschule (HRS). Die Schlagwerkabteilung der „Neuen Philharmonie Westfalen“ stattete der Schule einen Besuch ab, um die ganze Bandbreite von Drumset, Xylophon und Co. zu demonstrieren.

Eine Partnerschaft zwischen der Massener Realschule und der Neuen Philharmonie machte diese besonders nahe Begegnung der Kinder und Jugendlichen mit klassischer und auch weniger klassischer Musik möglich.

Mit Pauken ohne Trompeten

Ein Paukenschlag, nicht nur im Übertragenen Sinne, machte die Schülerinnen und Schüler der Hellweg-Realschule darauf aufmerksam, wie sehr Musik durch Schlaginstrumente und Rhythmen geprägt ist. Und bei der Pauke sollte es bei dem Besuch der Schlagwerker der „Neuen Philharmonie Westfalen“ nicht bleiben.

Mit ihrem Einzug als brasilianische Samba-Band machten Torsten Müller, Robert Jambor, Niko Mareske und Igor Krasovsky deutlich, wie unmittelbar ihre Arbeit als Schlagwerker die Stimmung einer Musik und damit auch des Publikums beeinflusst.

Alle sechs Monate ein neues Fell für die Pauke

Moderator Roland Vesper erläuterte dem jungen Publikum die gespielten Titel und verwendeten Instrumente und machte auf deren Besonderheiten aufmerksam. So konnten die Jugendlichen etwa erfahren, dass die Pauke in einem professionellen Orchester etwa alle sechs Monate ein neues Fell braucht oder dass der besondere, schnarrende Ton der kleinen Trommel, die etwa für Militärmusik genutzt wird, von Drähten an der Unterseite stammt, die beim Anschlagen mitschwingen.

Neben Samba und Sonaten und Etüden kamen auch experimentellere Werke zu gehör, wie etwa John Cages „Variations II“ das von einer Sternenkarte inspiriert ist und nie zweimal gleich gespielt werden kann.

Die meisten Schüler, die sich für das Schlagzeug interessieren, fangen mit dem Drumset an. Das dies ein besonders schwerer Einstieg ist, da das Drumset aus so vielen anderen Schlaginstrumenten zusammengesetzt ist, demonstrierten die Musiker der Neuen Philharmonie Westfalen bei ihrem Konzert für die HRS.

Die meisten Schüler, die sich für das Schlagzeug interessieren, fangen mit dem Drumset an. Das dies ein besonders schwerer Einstieg ist, da das Drumset aus so vielen anderen Schlaginstrumenten zusammengesetzt ist, demonstrierten die Musiker der Neuen Philharmonie Westfalen bei ihrem Konzert für die HRS. © Sebastian Pähler

Gelungene Kooperation

Zwei Mal traten die Musiker der „Neuen Philharmonie Westfalen“ vor den insgesamt fast 700 Schülern der HRS auf – erst für die jüngeren, später für die älteren. Aus Platzgründen war man dafür in die Sporthalle der Schillerschule ausgewichen, die in der Mitte geteilt eine gute Akustik für den Besuch bot.

An der HRS ist man froh, über die Partnerschaft, die seit Beginn des Schuljahres läuft. „Das ist eine wunderbare Gelegenheit Schülern eine Musik nahe zu bringen, mit der sie sich sonst nicht viel zu tun haben“, stellte Musiklehrer Klaus Görgner fest, der zusammen mit Philipp Lüke die Partnerschaft mit der Philharmonie koordiniert. Nach Konzertbesuchen war nun auch ein Blick hinter die Kulissen möglich.

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