Schimpftirade am Terrassenfenster

29.08.2019, 17:07 Uhr / Lesedauer: 1 min

Unna. Alkoholisiert erschien ein Kamener (63) auf der Terrasse seiner künftigen Ex-Frau in Unna und beschimpfte sie massiv. Wegen Beleidigung und Hausfriedensbruchs musste er sich nun vor dem Amtsgericht verantworten.

Der Zwischenfall ereignete sich am späten Mittag des 30. Dezember. Der 63-Jährige verschaffte sich widerrechtlich Zutritt zu der Terrasse, blickte durch die zum Teil hochgezogenen Rollos in die Wohnung seiner getrennt von ihm lebenden Ehefrau, sah sie und nutzte die Gelegenheit, sie unter anderem als Schlampe und Miststück zu bezeichnen. Im Prozess überließ er nun seinem Anwalt das Reden. Der räumte den Vorwurf in seinem Namen ein. Der Angeklagte sei schwer alkoholkrank und dieser Umstand sei auch Grund für die Trennung gewesen. Am Tattag sei er erneut stark alkoholisiert gewesen, habe das Auto seines Nachfolgers gesehen und sei offenbar in Rage geraten. Er erinnere sich, gegen die Rollos geschlagen zu haben, und es könne gut möglich sein, dass er so etwas geäußert habe.

Als die Frau die Aussage verweigerte, stellte Richter Jörg Hüchtmann fest, dass offenbar ein Burgfrieden eingetreten sei. Die Tatsache, das leere Strafregister und die Alkoholisierung sorgten letztlich dafür, dass das Verfahren gegen 500 Euro Geldbuße eingestellt wurde. sam

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