Sasha: Der Superstar aus der Nachbarschaft

dzSasha live in Unna

Großartige Stimmung brachte Sasha auf den Platz der Kulturen. Dabei wäre der Auftritt beinahe ins Wasser gefallen, doch abhalten ließen sich Sasha-Fans und Neugierige von den Regenschauern nicht.

von Sebastian Pähler

Unna

, 09.08.2019, 22:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit Regenjacken und Ponchos trotzte das Publikum den Schauern, die das Konzert auf dem Platz der Kulturen am Freitag überschattete. Doch aufhalten ließen sie sich nicht, schließlich ist Sasha nicht nur zurück mit einem neuen Album, sondern als Soester auch sozusagen ein Junge aus der Nachbarschaft.

Spontane Rettung

„Das ist eine gute Entscheidung, dass ihr trotzdem gekommen seid“, stellte auch Charly Klauser fest. Die Musikerin heizte dem auskühlenden Publikum vor Sashas Auftritt mit eigenen Songs wie „Complicated Life“ oder „Ich muss gar nichts“ ein. Wenige Minuten zuvor hatte sie noch mit der Band im Backstage-Zelt gesessen und nicht damit gerechnet, selbst noch auf der Bühne zu stehen. Dann erfuhr sie, das die Vorgruppe ausgefallen war und entschied sich spontan, diese Aufgabe zu übernehmen um die Wartenden zu unterhalten. Dafür bedankten sich die Zuschauerinnen und Zuschauer mit einem ordentlichen Applaus.

Zeitreise in die 90er

Es war ein bisschen wie bei der Reunion einer Boygroup. Wie bei „Take That“, „Backstreet Boys“ und Co. war das Publikum in den ersten Reihen das gleiche wie um die Jahrtausendwende, als Sasha seine größten Erfolge feierte. Und wie damals war der Jubel groß, als ihr Star schließlich auf der Bühne erschien. Bei dem weckte der Veranstaltungsort auch gleich Erinnerungen, hatte er doch selbst einmal in der Lindenbrauerei einer Band gelauscht, „die ich ganz toll fand“, wie Sasha berichtete, die The Police Tribute Band „Regatta de Blanc“.

Sasha: Der Superstar aus der Nachbarschaft

Die paar Tropfen konnten die tolle Stimmung auf dem Platz der Kulturen nicht schmälern. © Marcel Drawe

Blick zurück, Schritt nach vorn

Titel wie „If You Believe“ oder „We Can Leave The World“ sind auch vielen im Ohr, die sonst mit Sashas Musik wenig anfangen können. um die ging es aber grade nicht. Das der Soester in der Lage ist, sich immer wieder neu zu erfinden, bewies er etwa mit seinem Projekt „Dick Brave and the Backbeats“, bei dem er mit Titeln wie „Walk This Way“ oder „Take Good Care of My Baby“ ganz andere Töne anschlug.

Mit seinem zehnten Studioalbum „Schlüsselkind“ hat er es nun also wieder getan und sich eine neue Nische erobert. Musikalisch blieb er sich treu, allerdings wechselte er von Englisch zu Deutsch. Inhaltlich befasst er sich nun auch mit der eigenen Biografie und dem Lebensgefühl seiner Generation. So beschreibt er etwa im titelgebenden Song „Schlüsselkind“ Szenen aus seiner Kindheit oder schildert in „Polaroid“ jene Momente, die man nie vergisst.

In Unna kam der „neue“ Sasha gut an. Und zeitweise gelang es ihm sogar, etwa bei der Zeile „Der Regen fällt an mir vorbei“ aus „Lieder im Bauch“, den Regen weg zu singen.

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