„Bock, etwas zu verändern“: Unnaerin Sarah-Lee Heinrich im Bundesvorstand der Grünen Jugend

dzPolitischer Nachwuchs

Sie hat die „Fridays for Future“-Bewegung in Unna mit angestoßen, jetzt will sie die Politik für ganz Deutschland verändern helfen: Sarah-Lee Heinrich ist im Bundesvorstand der Grünen Jugend.

Unna

, 04.11.2019, 17:01 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Grüne Jugend, die Nachwuchsorganisation von Bündnis 90/Die Grünen, hat am Wochenende in Gelsenkirchen einen neuen Vorstand gewählt. Mit dabei als Beisitzerin ist jetzt Sarah-Lee Heinrich aus Unna.

Die 18-jährige Studentin ist in Unna durch verschiedene, vor allem politische Ehrenämter bekannt geworden. Sie war Sprecherin der Grünen Jugend in Unna und im Bezirk Ruhr, Schülersprecherin am Pestalozzi-Gymnasium, Mitbegründerin des lokalen Ablegers von „Fridays for Future“.

Auch Medienerfahrung hat die junge Frau. So schilderte sie aus ihrer persönlichen Erfahrung, was Armut bedeutet, zuletzt in der ARD-Talkshow mit Sandra Maischberger. Wenige Menschen waren mit nur 18 Jahren schon derart präsent in der Öffentlichkeit.

Ist nun die Wahl in den Bundesvorstand der Grünen Jugend noch etwas Besonderes? „Mega-besonders. Ich war so aufgeregt“, sagte Heinrich nun im Gespräch mit unserer Redaktion.

Gegen Klimakrise und soziale Spaltung

Sie wolle sich nun vor allem für zwei Themen engagieren: „Der Kampf gegen die soziale Spaltung wird gemeinsam mit dem Kampf gegen die Klimakrise unsere Jahrhundertaufgabe!“, so ihr politisches Statement.

Rückblickend habe sie bereits erkannt, wie schwer es sein kann, Forderungen durchzusetzen. „Da geht man ein Jahr lang auf die Straße, und dann kommt so ein Klimapaket dabei heraus“, sagt sie mit kritischem Seitenhieb in Richtung Bundesregierung.

Es gebe im Moment viele einzelne wie sie, die „Bock haben, etwas zu verändern“, sagt Heinrich. „Aber viele Mächtige machen eher Verwaltung.“ Für sie stelle sich deshalb gar nicht die Frage, ob sie nun persönlich etwas verändern kann. „Wir haben gar keine Wahl“, sagt Heinrich. Und sie zeigt sich zuversichtlich: „Ich bin sicher, dass ich etwas verändern kann.“

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Viel Arbeit für mindestens ein Jahr

Jetzt liegt für mindestens ein Jahr viel Arbeit vor der jungen Frau, die in Köln wohnt und in Bonn Politik und Gesellschaft sowie Philosophie studiert. So lange ist sie in den Vorstand gewählt, danach kann sie sich erneut zur Wahl stellen. Die Arbeit bestehe aus vielen Telefonaten mit den anderen Vorstandskollegen und aus regelmäßigen Sitzungen.

Auch besondere Termine gehören dazu, etwa die Bundesdelegiertenkonferenz der Bündnisgrünen in zehn Tagen in Bielefeld – insgesamt: volle Wochenenden. „Aber diese Termine bringen ja nicht nur Arbeit, man findet auch viele neue Freunde“, sagt die 18-Jährige. „Ich genieße jetzt, das zu tun, was ich möchte.“

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