Die Sanierung am Turm der Stadtkirche geht weiter - Nächste Woche werden Teile abgebaut

dzEvangelische Stadtkirche

Zumindest vorübergehend wird sich das Aussehen von Unnas höchstem Kirchturm nächste Woche deutlich verändern: Die übrigen Fialen und Wasserspeier sowie die Turmbrüstung werden abgebaut.

Unna

, 09.08.2019, 14:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Sanierungsarbeiten am baufälligen Turm der Stadtkirche gehen ab Montag, 12. August, weiter. Der Evangelische Kirchenkreis Unna gab am Freitag den weiteren Zeitplan für das Mammutprojekt bekannt. Ab Mittwoch sollen die Elemente vom Kirchturm abgebaut werden, die noch darauf sind.

Wie berichtet, hatten Untersuchungen nach dem Sturmschaden von Januar 2018 ergeben, dass eine umfangreiche Sanierung des Kirchturms dringend notwendig ist. Beim Sturm war eine der Fialen, der steinernen Ornamente auf den Ecken des Turms, herabgestürzt. Danach stellte sich heraus, dass neben der Turmfassade alle Fialen, die Wasserspeier in Form von Höllenhunden und die Brüstung um den Turm abgebaut werden müssen.

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Inzwischen steht fest, dass diese Elemente, die das Erscheinungsbild des Unnaer Wahrzeichens prägen, nachher wieder angebaut werden sollen. Eine Sparvariante der Sanierung wurde verworfen. Zwischenzeitlich war die Sorge groß gewesen, der Turm könne künftig „nackt“ sein.

Wieder Baustraße für Kran auf dem Kirchplatz

Erst einmal wird es aber so kommen. Im April hatten Bauarbeiter unter großem Aufwand eine weitere Fiale inklusive Höllenhund abmontiert und per Kran zu Boden gelassen. Ab Mittwoch soll dieser Abbau fortgesetzt werden. Am Montag sollen Vorarbeiten erledigt werden. Am Dienstag wird wieder eine Baustraße eingerichtet: Der tonnenschwere Baukran muss auf einer Strecke aus Stahlplatten zum Einsatzort transportiert werden.

Die Sanierung am Turm der Stadtkirche geht weiter - Nächste Woche werden Teile abgebaut

Die Turmfassade bereitet Baufachleuten Sorgen. Sie wird „von oben nach unten“ saniert. © Udo Hennes

Größte Sorgen macht der Turmumgang

Die eigentlichen Abbauarbeiten sollen mehrere Tage in Anspruch nehmen, wie der Kirchenkreis mitteilt. Am Turmumgang entstanden über die Jahre durch Umwelteinflüsse und baubedingt die größten Schäden am Gestein. Lange Risse durchziehen das Gemäuer, Fugen haben sich gelöst und die Steine sind verwittert. Daher gelte die vorrangige Sorge der Wiederherstellung dieses Bereiches, heißt es vom Kirchenkreis. Große Teile des Turmumganges sollen nun nach unten geholt werden. Dort können die Steine bearbeitet werden und oben wird der Turm technisch instand gesetzt, damit in Zukunft solche Schäden nicht wieder auftreten können. Auch für die Erneuerung des Turmdaches seien diese Arbeiten notwendig.

Die Sanierung am Turm der Stadtkirche geht weiter - Nächste Woche werden Teile abgebaut

Alle Fialen, damit auch alle Wasserspeier, werden abgebaut. © Udo Hennes

Sanierung von oben nach unten

Die weitere Sanierung der Turmfassade soll von oben nach unten durchgeführt werden. Gerade im oberen Bereich des Turmes ist die Fassade nach Einschätzung der Verantwortlichen besonders beschädigt. Steine werden ausgebessert oder, wenn nötig, ausgetauscht. In einem ersten Bauabschnitt ist die Sanierung des Turmes von oben nach unten, so weit wie die Mittel reichen, geplant. Das ist ein kostspieliges Vorhaben: Alleine dafür werden drei Millionen Euro veranschlagt. Die Evangelische Kirchengemeinde Unna hofft weiterhin auf die Unterstützung, das Geld hierfür aufzubringen.

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