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Sanierung des Kortelbaches in Unna kostet weitere 5,6 Millionen Euro

dzKanalsanierung

Die Platzgestaltung rund um das neue Bett des Kortelbaches im Bornekamp lässt fast vergessen, dass auch der alte Kanal noch saniert werden muss. Das kostet weitere 5,6 Millionen Euro.

Unna

, 06.12.2018 / Lesedauer: 2 min

Er transportiert das Abwasser von rund 10.000 Menschen in Unnas Innenstadt in Richtung Kläranlage in Bönen: Der Mischwasserkanal des Kortelbaches erfüllt diese Aufgabe seit über 100 Jahren. Nun wird er im Zuge des Großprojektes „Kortelbach-Sanierung“ umfassend erneuert.

Momentan fließt durch den Kanal aus alten Backsteinen auch noch das Frischwasser des Kortelbaches. Doch dies soll bald Geschichte sein: Mit der Fertigstellung des neuen, knapp zwei Kilometer langen Kanalrohres hat der Bach ein neues Bett bekommen.

Die letzten Arbeiten dafür laufen derzeit im Bornekamp: Hier verläuft der Kortelbach künftig überirdisch und lädt zum Verweilen ein, bevor er in einer „Einlaufschnecke“ seine unterirdische Reise durch das neue Kanalrohr antritt.

Der Mischwasserkanal, durch den er derzeit noch fließt, wird nach der Trennung von dem frischen Bachwasser nur das Regenwasser und das Abwasser der Innenstadtbewohner führen. Auch er muss allerdings erneuert werden. Über 100 Jahre ist der Kanal alt.

Teilweise bereits erneuert

In einigen Abschnitten wurde er bereits erneuert, so beispielsweise am Ostring und im Bereich der Katharinenschule. Doch im sogenannten Mittellauf stehen nun die größten Sanierungsarbeiten an. Die Arbeiten werden sich auf den Bereich des Bahnhofs konzentrieren; hier führt der Kanal unter den Bahngleisen hindurch.

„Wir werden zwei Baugruben mit einem Durchmesser von rund sechs Metern im Bereich des Busbahnhofes und des ehemaligen Güterbahnhofes dafür anlegen müssen“, erklärt Siegmund Kansteiner, Bereichsleiter der Abwasserwirtschaft bei den Stadtbetrieben, im Gespräch mit unserer Redaktion.

Der neue Kanal selbst wird dann im Inliner-Verfahren eingebaut. Dabei wird ein neues Rohr in dem bestehenden Rohr eingezogen. Diese Bauarbeiten bilden den Schwerpunkt der Investitionen der Stadtbetriebe über die nächsten vier Jahre: Bis 2022 einschließlich haben sie jährlich 1,4 Millionen Euro dafür einkalkuliert.

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