Sanierung des Glockenturms in Königsborn wird nicht so teuer wie befürchtet

dzHerz Jesu

Bei der Sanierung großer alter Gebäude passt meist die Schlussrechnung nicht zur ersten Schätzung. Der Herz-Jesu-Kirchturm ist ein Beispiel. Teurer als gedacht wird das Projekt aber nicht. Im Gegenteil.

Königsborn

, 02.08.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es lohnt sich, noch einmal eine zweite Meinung einzuholen: Was Patienten oft im Bezug auf medizinische Diagnosen geraten wird, trifft offenbar auch auf den Patienten Herz-Jesu-Kirchturm zu. Bei genauerem Hinsehen erweist sich das Sanierungsprojekt als nach wie vor aufwendig. Aber es wird wohl deutlich günstiger als zunächst befürchtet.

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Wie berichtet laufen die Vorplanungen für die Sanierung des Glockenturms an der katholischen Kirche in Königsborn. Die Pfarrei hatte zwischenzeitlich den Architekten gewechselt und den Fachmann beauftragt, der schon einmal eine Renovierung an der Herz-Jesu-Kirche in Königsborn verantwortet hatte.

Schäden nicht so gravierend wie befürchtet

Auf seine Veranlassung wurde die Wand des Turms genauer untersucht. Ergebnis: „Die Schäden sind nicht so gravierend wie befürchtet“, berichtet Ida Biernat vom Kirchenvorstand. Der Mörtel sei überwiegend „bombenfest“, zitiert Biernat den Architekten. Der Mörtel müsse stellenweise entfernt und die Fassade dort neu verfügt werden. Es sei aber nicht die ganze Außenhülle des Glockenturms betroffen, sondern maximal 100 Quadratmeter. Für die Turmsanierung hatte im vergangenen Jahr eine Summe von rund 800.000 Euro im Raum gestanden. Eine neue Kostenschätzung steht zwar noch nicht fest. Aber laut Biernat gehen die Verantwortlichen jetzt davon aus, dass man „deutlich unter den Befürchtungen“ bleiben werde.

Eingedrungene Feuchtigkeit

Da das Bauwerk geraume Zeit nicht so dicht war, wie es hätte sein sollen, ist Feuchtigkeit eingedrungen. Möglich ist, dass diese an der Aufhängung der Glocken genagt hat. Das müsse auch noch überprüft werden, berichtet Ida Biernat.

Erst einmal steht eine Säuberungsaktion an: Einen halben Meter hoch liegt der Taubenkot im Turm. Die Verunreinigung muss entfernt werden, auch dafür muss die Kirche ein Unternehmen beauftragen. Doch auch hier gilt: Das erste Angebot ist vielleicht nicht das beste.

Zweites Angebot für Taubenkot-Reinigung

Es werde ein zweites Angebot eingeholt, so Biernat. Sobald dieses aber vorliegt und auch das Erzbistum Paderborn sein Placet gegeben hat, soll die Reinigung zügig erledigt werden.

Ida Biernat lässt durchblicken, dass die Turmsanierung nun nicht weiter auf die lange Bank geschoben werden soll. Einen genauen Zeitplan für das Projekt kann sie allerdings noch nicht nennen, bevor alle Ergebnisse vorliegen.

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