Mit Video: Ruhrkohle-Chor überrascht Kult-Bergmann Horst Höfer bei Ordensverleihung

dzBundesverdienstkreuz

Der Ruhrkohle-Chor auf der Bühne, Bernd Stelter im Publikum und Horst Höfer mit dem Bundesverdienstkreuz – das Haus Opherdicke erlebte am Donnerstag eine Ordensverleihung, wie es sie noch nie gab.

Unna

, 24.10.2019, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als der Ruhrkohle-Chor gemeinsam mit Horst und Doris Höfer, Landrat Michael Makiolla und Bürgermeister Werner Kolter das Steigerlied anstimmte, endete eine Ordensverleihung, wie es sie auf Haus Opherdicke nie zuvor gab. Horst Höfer hatte das Bundesverdienstkreuz erhalten und der Chor den Bergmann völlig überrascht.

Video
Ruhrkohle-Chor singt Steigerlied mit Horst Höfer

Diesen 24. Oktober wird Horst Höfer nie vergessen. Zu den vielen Geschichten, die der Bergmann aus seinem Berufsleben erzählen kann, kommt nun die von dem Tag, an dem er aus den Händen von Landrat Michael Makiolla die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhielt. Ausgezeichnet wurde er für sein Engagement für die Bewahrung der Bergbau-Geschichte.

40.000 Besucher in 30 Jahren

Tausende Menschen kennen Höfers Stollenmuseum „Fröhliche Morgensonne“, das er in seinem Garten in Stockum eingerichtet hat. In 30 Jahren waren mehr als 40.000 Besucher dort – darunter viele Schulklassen. Dass Horst Höfer das Bundesverdienstkreuz erhalten hat, ist fast eine logische Folge seines Wirkens.

Der Ordensträger wird aber nicht müde, immer wieder seiner Ehefrau Doris zu danken: „Ohne die ginge das alles nicht.“ Das weiß auch Bürgermeister Werner Kolter: „Eigentlich ist es schade, dass es keinen Doppelorden gibt“, sagte er.

Mit Video: Ruhrkohle-Chor überrascht Kult-Bergmann Horst Höfer bei Ordensverleihung

Die „Fröhliche Morgensonne“ ist das Revier von Horst Höfer. Mehr als 40.000 Besucher kamen in den vergangenen 30 Jahren dorthin. © Marcel Drawe

Landrat Michael Makiolla würdigte das Wirken Höfers im Namen des Bundespräsidenten. Der Bergmann halte die Erinnerung an den Bergbau wach, gebe sein Wissen an die Jugend weiter. Viele Stimmen haben sich dafür eingesetzt, dass Horst Höfer das Bundesverdienstkreuz bekommt.

Der Erfahrungsschatz von Horst Höfer scheint ebenso unendlich wie die Anreihung der Exponate in seinem Garten. Wer einmal die „Fröhliche Morgensonne“ besucht hat, wird beim nächsten Mal Neues entdecken – und neue Geschichten von Horst Höfer hören.

Bernd Stelter im Publikum

„Ich kann einfach erzählen und muss keine Witze machen“, sagt Höfer. Tatsächlich fesselt er mit seiner humorvollen Art. Und die half ihm auch schon bei der schweren Arbeit unter Tage. „Bei der Arbeit hatten wir immer auch ein bisschen Comedy“, verriet er mit Blick darauf, dass auch sein ehemaliger Nachbarsjunge Bernd Stelter auf Haus Opherdicke gekommen war. Das zeigt die Wertschätzung, die dem neuen Ordensträger entgegengebracht wird.

Ans Aufhören denkt Horst Höfer noch lange nicht: „Humor und Lachen – das ist die beste Gesundheitstablette“, verriet der 87-Jährige und stieß mit seinen vielen Gästen an.

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