Ruf nach einer Neuauflage des Obdachlosen-Essens

dzDinner for Everyone

Lob von allen Seiten gab es für das junge Organisationstrio des „Dinner for Everyone“. Die Gäste waren dankbar, die Vorsitzende des Sozialausschusses zeigte sich tief beeindruckt.

Unna

, 25.11.2018, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bis zuletzt hatten Franziska Heimbach, Ruzica Andric und Jonas Brinkwirth die Ärmel hochgekrempelt. Und dann kamen die ersten Gäste für das „Dinner for Everyone“ am Samstag schon um 16.15 Uhr – als noch gar nicht alles fertig war. Der Erfolg des Dinners aber war riesig. Die Gäste zeigten den Organisatoren ihre Dankbarkeit.

Fast 100 Gäste erschienen

130 Eintrittskarten hatte das Organisationstrio ausgegeben, knapp unter 100 Gäste waren es schließlich im Katharinentreff. „Das ist ein bisschen schade, vielleicht hätten wir die Karten noch anders abgeben können“, sagt Franziska Heimbach. Ob es das kalte Wetter war oder vielleicht auch die nicht immer geordnete Tagesstruktur der Eingeladenen, ist ungewiss. Gewiss ist allerdings, dass das „Dinner for Everyone“ ein großer Erfolg war.

Stellvertretend für den verhinderten Bürgermeister Werner Kolter begrüßte Gabriele Meyer als Vorsitzende des Sozialausschusses die Gäste. Diese hatten da schon die Aufführung einer Dortmunder Ballettgruppe erlebt und freuten sich auf das Essen. „Es ist eine beeindruckende Idee und Leistung und aller Ehren wert, von jungen Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren und diesen Abend hier ermöglicht haben“, sagte Meyer. „Wenn man sieht, mit welcher Energie und Tatkraft das Team diesen Abend vorbereitet hat, Spenden und Kleidung gesammelt hat, für Unterhaltung gesorgt hat und sich um Sie gekümmert hat, dann dürfen wir darauf stolz sein“, rief sie den Gästen zu.

Ruf nach einer Neuauflage des Obdachlosen-Essens

Geschenke, Adventskalender und Kuscheltiere - auch die jüngsten Gäste hatten Grund zur Freude. © Dirk Becker

Meyer äußerte die Hoffnung, dass es auch im nächsten Jahr ein „Dinner for Everyone“ gibt. Das erscheint durchaus denkbar. Allerdings könnte es sein, dass es die Kleiderausgabe dann nicht gibt. Das Sammeln, Sortieren und Ausgeben verlangte den Organisatoren alles ab. Grundsätzlich ist aber die Bereitschaft da, das Dinner zu wiederholen.

Probleme mit Tischdecken

Die letzte Hürde, die die Organisatoren zu beseitigen hatten, war die Frage der Tischdecken. Sie wurden – mit Blick auf die erforderliche größere Menge – noch kurz zuvor bei Amazon bestellt, mit Extra-Zuschlag für eine schnelle Lieferung. Dann aber gab es einen Streik, eine pünktliche Lieferung war durch den Internetriesen nicht mehr möglich. So wurden kurzerhand Tischdecken im lokalen Handel besorgt. Die Gäste spürten davon nichts. Als sie kamen, war bereits alles herrlich eingedeckt.

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