Rückreise aus Mittelamerika als fast fünftägige Odyssee durch das weltweite Corona-Chaos

dzCoronavirus

Darcy Dias de Oliveira ist zu Hause. Der 20-jährige Sohn einer Unnaer Familie konnte nun endlich vorzeitig von einer Mittelamerikareise heimkehren. Die Rückkehr war eine fast fünftägige Odyssee.

Unna/Münster

, 24.03.2020, 15:38 Uhr / Lesedauer: 1 min

Anabela Dias de Oliveira hatte vergangene Woche den Fall ihres Sohnes und seiner Freundin öffentlich gemacht. Das junge Paar war auf einer Rucksackreise durch Nicaragua. Jetzt ist sie endlich vorbei.

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Am Donnerstagnachmittag (19. März) sei das Paar von Managua in Nicaragua aufgebrochen nach Kuba. Von dort nahmen die beiden einen Flieger nach Kanada, um dann endlich über den Atlantik zurück nach Europa zu fliegen. Am Dienstagnachmittag hätten sie ihre Wohnung in Münster erreicht. „Wir sind alle kaputt, aber total froh“, berichtet Anabela Dias.

Die Unnaerin und ihr Mann verbrachten Tage und Nächte mit Telefonaten und E-Mails mit Fluggesellschaften und Botschaften. Ihnen begegneten freundliche und hilfsbereite Botschaftsmitarbeiter, aber auch Chaos, Unsicherheiten und Mangel an Informationen an vielen Stellen. So bemühten sie sich kurzfristig noch um ein kanadisches Visum für 170 Dollar. „Das wurde dann überhaupt nicht gebraucht. Egal“, sagt Dias. Berichte über chaotische Zustände in verschiedenen Ländern hätten bei ihnen immer mehr das Gefühl hinterlassen, dass diese Rückkehr ein Wettlauf gegen die Zeit war. Es sei richtig gewesen, nicht darauf zu warten, dass die bundesdeutsche Rückholaktion auch Nicaragua erreicht. „Da sind erst einmal zig andere Länder dran.“

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