Michael Zachcial (Herr Zaches) und Ralf Siebenand (Herr Zinnober) sind Meister der Kinderunterhaltung. Mit ihrem Kofferkonzert begeisterten sie ihr Zielpublikum auf dem Platz der Kulturen. © Sebastian Pähler
Kinderkonzert

Riesenspaß mit Kofferkonzert auf dem Platz der Kulturen

Einen Heidenspaß hatten Mädchen und Jungen auf dem Platz der Kulturen. Die kreative Musik von „Zaches und Zinnober“ hätte wahrscheinlich auch unter normalen Umständen begeistert.

Wenigstens eine Veranstaltung für die kleinen Kulturfreunde konnte die Stadt Unna in diesem schwierigen Jahr mit dem „Kofferkonzert“ der Kinderliedermacher „Zaches und Zinnober“ auf die Beine stellen, und darüber waren Jung und Junggebliebene am Mittwochnachmittag äußerst froh.

Mit Musik um die Welt

Manch einer mag sich gefragt haben, was mit dem Begriff „Kofferkonzert“ wohl gemeint seien könnte. Nun, es ist Sommer, viele haben Urlaub, aber Verreisen ist wegen Corona gerade kaum möglich. Also haben die Liedermacher Herr Zaches und Herr Zinnober ihre Koffer gepackt, um den Daheimgebliebenen ein bisschen Freude und Urlaubsgefühl mitzubringen. „Frische Socken, Badesachen, Spiele, viele Lieder und die Ukulele“, erklärte Herr Zinnober, alias Ralf Siebenand, hätten sie im Gepäck. Und so war der Einstieg in das Kofferkonzert auch dem Reisen gewidmet. „Mit dem Koffer in der Hand reisen wir durchs ganze Land“, hieß es da, „und wenn es uns gefällt, sogar um die ganze Welt.“

Neben Gitarre, Keyboard und Ukulele kamen aber auch ungewöhnliche Instrumente zum Einsatz. So nutzte Herr Zaches, eigentlich Michael Zachcial einen Topf als Steeldrum, für das Lied „Hai im Kochtopf“. Und bei einem Kofferkonzert durfte freilich auch ein Lied, gespielt auf Koffern nicht fehlen. „Für zwei Normalkoffer gestimmt in K Dur“, stellte Herr Zaches fest.

Zaches und Zinnober verstanden es, nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern köstlich zu unterhalten. © Sebastian Pähler © Sebastian Pähler

Wenigstens ein Konzert

Eigentlich sollten mehrere Kinderveranstaltungen in verschiedenen Stadtteilen im Kulturprogramm der Stadt geben. Schließlich wäre die „Summertime“ in ihrem 45. Jahr gelaufen. „Wir freuen uns, dass wir mit diesem doofen Virus, der unser ganzes Leben durcheinander gebracht hat, wenigstens eine Veranstaltung für euch machen konnten“, stellte Sigrun Krauß vom Kulturbereich kindgerecht fest.

Natürlich durften auch Koffer als Instrumente bei einem „Kofferkonzert“ nicht fehlen. Und Zaches und Zinnober wussten sie zu spielen. © Sebastian Pähler © Sebastian Pähler

Die kleinen Musikfreunde freute das offensichtlich auch, denn sehr bald sangen und klatschten sie mit und gaben ihrer Begeisterung über witzige Lieder und die lustige Präsentation der beiden Musiker aus Bremen Ausdruck. Trotz der ausgelassenen Stimmung funktionierte das Hygienekonzept, denn bei allem Lachen und Feiern blieb der Nachwuchs auf den bereitgestellten Stühlen.

Aber nicht nur für die jungen Zuhörer gab es viel zu lachen, denn Zaches und Zinnober wandten sich zwischen den Zeilen auch an die „mitgereisten“ Eltern und witzelten etwa über Claqueure und Liköre. So war das Kofferkonzert im wahrsten Sinne ein Spaß für die ganze Familie.

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