Riesen-Andrang beim Schnuppertraining im Circus Travados

dzCircus Travados

Viele Nachwuchsartisten füllten am Freitag die Manege des Circus Travados. Das Interesse an der Zirkusschule ist nach wie vor gewaltig und bei 30 freien Plätzen können 2020 viele Neue dazu kommen.

von Sebastian Pähler

Unna

, 11.01.2020, 13:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Manchmal hält man für selbstverständlich, was man schon lange hat, aber tatsächlich ist der Circus Travados eine Besonderheit, um die viele Städte Unna beneiden. Dass auch die Kinder nach wie vor vom Licht der Manege verzaubert sind wurde am Freitag deutlich, als über 60 Nachwuchsartistinnen und -artisten sich hier auf die freien Plätze bewarben. Bei der Anmeldung am Nachmittag konnten die Kinder und ihre Eltern ein bisschen Zirkusluft schnuppern, aber am Ende wird das Los entscheiden, wer ab dem 20. Januar bei den Proben dabei seien wird.

Faszination Zirkus

Zirkus fasziniert die Menschen immer auf eine besondere Weise. Akrobatik, Jonglage, Clownerie und auch ein bisschen Schauspiel erzeugen den Eindruck, dass in der Manege alles möglich ist. Gleichzeitig braucht es sehr viel Übung und Disziplin, damit die Darbietungen so frei und leicht wirken können.

Diese einzigartige Mischung lockte am Freitagnachmittag über 60 Acht- und Neunjährige in den Travados-Festbau. Bei den meisten Kindern waren die Augen groß, als sie mit den Trainerinnen Susi Keil und Shari Breitling ein paar Übungen ausprobieren durften, die sie sonst nur aus den Vorstellungen des Zirkus kennen. „Wenn ihr in die Manege kommt, ist das ein besonderer Moment, denn wir lassen hier nicht jeden rein“, erklärte Zirkusleiterin Melanie Talotti.

Viele Plätze noch mehr Bewerber

30 Plätze sind für 2020 frei geworden. Eine ungewöhnlich große Zahl, da viele Zirkusschüler mittlerweile Abi gemacht haben oder ins Arbeitsleben starten. Doch die Nachfrage ist noch viel größer. Daher ist das Alter der Neuen auch auf acht und neun Jahre beschränkt. „Wer mitmacht, der ist die nächsten zehn Jahre mit dem Zirkus verheiratet“, warnte Direktorin Talotti die Eltern vor, denn kaum ein Kind hört aus freien Stücken auf, wenn es einmal Teil des Travados-Teams geworden ist.

Bei der Anmeldung räumte Melanie Talotti auch mit Mythen um die Bewerbung auf. So würden viele Eltern etwa herausstellen, was ihre Kinder schon alles können, weil sie glauben, dass nur die Besten mitmachen dürfen. „Wir entscheiden das rein nach dem Losverfahren“, stellte Talotti richtig. Bei über 60 Kindern könne man gar keine Einzelleistungen beurteilen.

Außerdem wolle man ja grade unerfahrenen Kindern etwas Neues beibringen. Die Probe, bei der die Bewerber sich im Hüpfen, Strecken und Spagat übten, sei ein erstes Beschnuppern, damit die Kinder und Eltern auch wissen, dass sie sich auf viel Freude, aber auch eine Menge Pflichten und Arbeit einlassen.

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