Rezept des Monats: Mit Minestrone wird es ein italienischer Start ins neue Jahr

dzWochenmarkt Unna

2020 ist kein „Festa“-Jahr für Unna, trotzdem lässt sich die italienische Lebensfreude in der Stadt erleben: Mit der Minestrone ist eines der ältesten Gerichte der italienischen Küche das Rezept des Monats.

Unna

, 03.01.2020, 13:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer bei der italienischen Küche nur an Nudeln und Pizza denkt, der verpasst möglicherweise das Beste, was Italien kulinarisch zu bieten hat. Das Rezept des Monats Januar stellt einen wahren Klassiker der italienischen Küche in den Mittelpunkt: Minestrone. Die Suppe gilt als eines der ältesten Gerichte Italiens. Die Zutaten dafür finden sich nahezu alle auf dem Wochenmarkt.

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Das Rezept

Minestrone

  • 2 Liter Salzwasser aufkochen. 150 Gramm Karotten schälen, 150 Gramm Staudensellerie und ­eine gelbe Paprika putzen, danach waschen und würfeln. Eine Zwiebel und zwei Knoblauchzehen schälen und in Würfel schneiden. Öl in einem Topf er­hitzen und die gewürfelten Zutaten mit einem Lorbeerblatt ca. fünf Minuten andünsten. Eine Dose Kirschtomaten mit 1 ¼ l Wasser hinzufügen, aufkochen und ca. 15 Minuten zugedeckt garen.
  • 150 Gramm kurze Nudeln im kochenden Salzwasser garen. 150 Gramm Bohnen abspülen. Eine Zucchini putzen und würfeln und mit den Bohnen zur Minestrone geben und ca. zehn Minuten mitgaren.
  • Die Nudeln abgießen. 50 Gramm Parmesan fein reiben. Vier Stiele Basilikum waschen, trocknen und die Blättchen grob hacken. Nudeln und Basilikum in die ­Minestrone geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit Parmesan bestreuen.

Möhren, Staudensellerie, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch, Zucchini, Bohnen und Basilikum – die Zutatenliste liest sich schon mal sehr gesund und dürfte zu vielen guten Vorsätzen zum neuen Jahr passen. Das Gemüse gibt es bei den verschiedenen Händlern auf dem Wochenmarkt Unna – der seit dem 3. Januar auch wieder an gewohnter Stelle auf dem Alten Markt stattfindet. Für die Dauer des Weihnachtsmarktes waren die Händler auf den Platz vor dem Rathaus ausgewichen.

Frische Bohnen hat Laslo Heyden an seinem Gemüsestand immer vorrätig; im Sommer aus Deutschland, doch jetzt im Winter setzt er auf Buschbohnen aus Marokko. „Das sind qualitativ die besten Bohnen auf dem Markt“, sagt Heyden, „wir setzen auf regionale Produkte, aber jetzt im Winter kommt an diese Bohnen aus Marokko einfach nichts dran.“ Staudensellerie gibt es zur Zeit aus dem Gewächshaus, auch Paprika, Zwiebeln und Möhren haben die Wochenmarkthändler vorrätig.

Rezept des Monats: Mit Minestrone wird es ein italienischer Start ins neue Jahr

Marokkanische Buschbohnen gibt es bei Gemüsehändler Laslo Heyden auf dem Unnaer Wochenmarkt. © Anna Gemünd

Die Zutaten der Minestrone sind seit Jahrhunderten gleich geblieben und über die Jahre um weitere ergänzt worden. Eine Suppe aus Gemüse sollen schon die Römer vor über 2000 Jahren zubereitet haben. Dazu nutzten sie einfach, was gerade im Garten und in den Wäldern wuchs. Außerhalb Italiens wurde die Minestrone bereits im 15. Jahrhundert bekannt.

Rezept des Monats: Mit Minestrone wird es ein italienischer Start ins neue Jahr

Auf den richtigen Parmesan kommt es bei der Minestrone an. Käsehändlerin Sandra Starke kann dazu wichtige Tipps geben. © Anna Gemünd

Möglicherweise weniger bekannt dürfte dagegen sein, dass der für die Suppe nötige Parmesan-Käse kein Massenprodukt ist. „Nur Parmigiano Reggiano ist echter Parmesan“, erklärt Sandra Starke, Inhaberin von Käse Starke. Sie steht mit ihrem Stand dienstags und freitags auf dem Wochenmarkt und hat den seit 1996 als „Produkt mit geschützer Ursprungsbezeichnung“ geschützten Käse im Angebot.

Übrigens: Ganz so geeignet für die Neujahrsvorsätze ist die Suppe vielleicht doch nicht. Zum einen wird sie in aller Regel als Vorspeise gegessen; bedeutet: Meistens folgt noch ein Hauptgang im Anschluss. Und je nach Region, in der sie zubereitet wird, wird sie auch um Sättigungsbeilagen wie Reis, Nudeln oder Weißbrot ergänzt. Aber lecker schmeckt sie in jedem Fall!

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