Rattenplage hält sich hartnäckig in Unna-Süd

LEG-Immobilien

Die Lösung des Rattenproblems in Unna-Süd ist offenbar schwierig. Anwohner sind überzeugt: Was die Wohnungsfirma LEG bisher unternommen hat, hat noch nicht zu einem Erfolg geführt.

16.10.2018, 17:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rattenplage hält sich hartnäckig in Unna-Süd

Rund um diese Büsche und Müllbehälter zwischen Ahorn- und Eichenstraße tummeln sich immer noch Ratten. Anwohner beschweren sich, laut Wohnungsfirma LEG brauchen sie aber mehr Geduld. Man arbeite an dem Problem und erste Erfolge stellten sich ein. © UDO HENNES

„Hier ist alles voller Rattennester“, klagt ein Anwohner der Eichenstraße. Er beklagt sich einmal mehr über die weitläufige Grünanlage zwischen Eichen- und Ahornstraße. Vor Monaten bereits hatten unsere Zeitung Berichte über eine Rattenplage dort erreicht. Filme und Bilder dokumentierten, wie zahlreiche Tiere sich auf den Grünflächen und auf Wegen tummelten. Teils krabbelten sie an Baumstämmen und Büschen hinauf und hinunter.

Zuständig ist die Wohnungsfirma LEG. Sie hatte wegen der Rattenproblematik im August zuletzt eine Baumaßnahme veranlasst. Neben dem Gehweg an der Ahornstraße ließ sie mit Bagger und Handschaufel Rattennester ausheben und Büsche entfernen. Das Ergebnis ist aus Sicht der Betroffenen fragwürdig. „Die Ratten sind jetzt fünf Meter weiter“, berichtet der Anwohner.

Rattenplage hält sich hartnäckig in Unna-Süd

Teils wurden die Rattenlöcher in den Büschen zugestopft. Professionelles Material war hier wohl nicht zur Hand. © UDO HENNES

Seine Versuche, die Probleme bei der LEG zu melden, seien ins Leere gelaufen. Mehrere Tage habe er versucht, einen Verantwortlichen telefonisch zu erreichen. „Irgendwann wurde ich weiterverbunden zum Reparaturservice. Was soll das?“, fragt der Mieter.

Die LEG nehme das Thema sehr ernst, sagt Unternehmenssprecher Mischa Lenz, „weil wir möchten, dass sich unsere Mieter bei uns wohl fühlen“. Das Unternehmen habe einen professionellen Schädlingsbekämpfer beauftragt, der regelmäßig wöchentlich vor Ort sei. Das Entfernen der Büsche sei auf Empfehlung dieses Fachmanns erfolgt. Er selbst habe Rattennester entfernt und beködere dauerhaft das Wohnumfeld.

Zudem habe die LEG die Müllbehälter erneuern lassen. Die großen Mülltonnen vor dem Wohnkomplex galten schon früher als Anziehungspunkt für die ungeliebten Nager. Abfälle, vor allem Essensreste, ziehen Nager an. Die LEG hatte deswegen auch schon in der Vergangenheit an ihre Mieter appelliert, sorgsam mit Müll umzugehen und Abfalltüten auf keinen Fall offen draußen abzulegen. Teils waren aber auch Müllbehälter löchrig, sodass die Ratten an das Innere gelangen konnten.

Die LEG ist insgesamt der Ansicht, auf dem richtigen Weg zu sein. Laut aktuellem Bericht des Schädlingsbekämpfers sei die Zahl der Ratten rückläufig, erste Erfolge der Bekämpfungsmaßnahmen stellten sich ein. „Von vielen Mietern haben wir erfreulicherweise das Feedback bekommen, dass sich die Situation deutlich verbessert hat“, sagt LEG-Sprecher Lenz.

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