Rathaus: Stadtlichter sind nach Kräften unterstützt worden

dzNach dem Abbruch

Nach dem Aus für die Stadtlichter findet auch die Stadtverwaltung Worte des Bedauerns. Die Beigeordnete Kerstin Heidler sichert Unterstützung zu, sollte es doch noch eine Neuauflage geben.

Unna

, 18.09.2019, 12:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadtlichter in Unna waren faktisch bereits Geschichte, als sich die zuständige Beigeordnete der Stadtverwaltung, Kerstin Heidler, im Kulturausschuss zum Bruch zwischen Lichtkünstler Wolfgang Flammersfeld und seiner Heimatstadt Unna äußerte. In der Nacht vor dem Ausschuss hatten Flammersfeld und seine Mitstreiter damit begonnen, die Reste der Technik abzubauen, die ihnen nicht von Dieben gestohlen worden waren.

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Heidler brachte ihr Bedauern darüber zum Ausdruck, dass sich Flammersfeld und sein Geschäftspartner Reinhard Hartleif gegen eine Fortsetzung der Reihe entschieden haben. Und sie stellte klar, dass sie damit auch für die Stadtverwaltung im Ganzen spreche. „Die Aktion hat über all die Jahre hinweg viel Unterstützung erfahren, auch durch das Stadtmarketing und die Stadtwerke“, so Heidler. Auch die Stadtlichter 2019 seien in die Summertime-Reihe der Stadt und in die Aktion „Kunstort Unna“ aufgenommen worden.

Die Stadtspitze hätte geholfen, wenn sie von Problemen gewusst hätte

Für das Verhältnis zwischen Flammersfeld und dem Lichtkunstzentrum könne sie nicht sprechen, so Heidler weiter. Aber wenn es Unzufriedenheit etwa darüber gegeben hat, dass für die Aktion kein Plakat im ZIB aufgehängt werden durfte, sei eine Lösung sicherlich möglich gewesen. So habe man Flammersfeld angeboten, den Bildschirm im ZIB-Foyer als digitale Werbeplattform zu benutzen.

„Hätten wir von den Problemen an der Stadtspitze erfahren, hätte wir vielleicht einwirken können“, erklärte Heidler. Dieses Angebot bestehe auch weiterhin, sollte es doch noch gewünscht werden.

Verluste durch Diebstahl und entgangene Eintrittsgelder

Wolfgang Flammersfeld und Reinhard Hartleif hatten die Stadtlichter am Montag abgebrochen, nachdem Technik im Wert von rund 30.000 Euro vom Westfriedhof gestohlen worden war. Die Reste der „Schau“ seien danach einfach nicht mehr vorzeigbar gewesen. Die Veranstalterfirma „World of Lights“ geht aus der Aktion mit einem großen Verlust heraus – nicht nur wegen des Diebstahls, sondern auch durch die entgangenen Einnahmen.

Dass die Stadtlichter 2019 die letzten in Unna sein würden, hatte Wolfgang Flammersfeld jedoch schon im Vorfeld angekündigt. Der kreative Kopf hinter der Aktion beklagte mangelnde Unterstützung beziehungsweise einige Erschwernisse. Als beispielhaft gilt dabei, dass Flammersfeld über zwei Jahre hinweg je 2500 Euro zahlen musste, um die Außenwände der Camera Obscura am Platz der Kulturen mit Licht bestrahlen zu dürfen.

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