Radwege und Fahrradfreundlichkeit in Unna ADFC fordert mehr Tempo

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„Kidical Mass“ heißt eine Fahrraddemo nicht nur mit Kindern, die es in Unna schon mehrmals gegeben hat. Anlass gibt es genug, meint der ADFC. Beim Ausbau der Fahrradinfrastruktur stehe Unna auf der Bremse. © Archiv
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Macht Unna Fortschritte in Sachen Fahrradfreundlichkeit? Die Bewertung dieser Frage ist beim ADFC eindeutig. Der Fahrradclub fordert, dass mehr Tempo gemacht wird und Projekte umgesetzt werden.

An diesem Mittwoch (9. November) tagt im Rathaus der Ausschuss für Stadtentwicklung und Mobilität (ASM). Fahrrad-Themen stehen nicht auf der Tagesordnung. Dass dieser Teil der Mobilität nicht behandelt wird, sei bezeichnend für die Unnaer Politik, meint Unnas ADFC-Sprecher Helmut Papenberg.

Die Umwandlung des Parkplatzes an der Schulstraße ist sehr wohl ein Thema im ASM. Hier geht es unter anderem darum, den Autoverkehr zu minimieren. Blieben jedoch wie geplant Parkplätze in diesem Viertel, bliebe auch der Parksuchverkehr, so Papenberg. Ein ADFC-Antrag zur Sperrung von Teilen der Innenstadt für den Autoverkehr von 2019 werde hingegen nicht umgesetzt.

Weitere Beispiele seien die Massener Straße, wo Parkplätze zugunsten des Radverkehrs weggenommen werden sollten, oder der Kessebürener Weg, wo der Fahrradclub eine Einbahnstraße, durchgehend Tempo 30 und ein Durchfahrverbot für Lkw gefordert hatte. Solche Anträge würden geschoben oder nicht umgesetzt. Papenberg: „So geht Monat für Monat ins Land, ohne dass sich etwas bewegt.“