Radfahrer umkreisen den Kreishauskreisel weiter in zwei Richtungen

dzVerkehr

Wer mit dem Auto auf den Kreishauskreisel zusteuert, muss mit querenden Radfahrern rechnen, und zwar von rechts und auch von links. Dabei soll es auch bleiben – einer kurzen Debatte der Politik zum Trotz.

Unna

, 07.11.2019, 14:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rund um den Kreishauskreisel dürfen Radfahrer die Radstreifen in beide Richtungen befahren, den Kreisel also im und gegen den Uhrzeigersinn umrunden. Die Radler selbst hatten sich diese Regelung „erkämpft“, indem sie so lange als Geisterfahrer unterwegs waren, bis die Stadt die Regeln der Praxis anpasste. So wissen Autofahrer wenigstens, dass ihnen von beiden Seiten ein Radler vor den Wagen fahren kann.

SPD zieht Antrag zurück, der seit über einem Jahr nicht beschieden war

Dass sich nun doch noch einmal der Beirat Fahrrad mit der Lage befassen sollte, war zwei Anträgen geschuldet, die einander widersprachen. Die SPD wollte die „Gegenläufigkeit“ wieder aufheben lassen. Die FDP beantragte danach, die heutige Regelung beizubehalten. Schließlich war der Streit im Beirat schneller beigelegt als geahnt: Die neuerdings fahrradfreundliche SPD zog ihren Antrag wieder zurück.

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Begründung: Die Forderung, die seit Sommer 2018 auf Bearbeitung wartet, sei nicht mehr aktuell. Zudem sprach sich Unnas Mobilitätsmanagerin Patricia Reich dafür aus, die Schilder stehen zu lassen. Das werde auch von der Unfallkommission aus Kommunal- und Polizeibeamten so gedeckt.

Was sich seit dem SPD-Antrag aus dem Vorjahr verändert hat am Kreisel, ist die Verlegung des Überweges an der Viktoriastraße. Radfahrer und Fußgänger queren sie seit vergangenem Winter nicht mehr direkt am Kreisel, sondern einige Autolängen weiter östlich und mit einer Anforderungsampel. Diese Ampel scheint Radfahrern guten Grund zu bieten, beide Fahrtrichtungen um den Kreisel herum zu nutzen.

Radfahrer fahren lieber um den Kreisel, als an der Ampel zu warten

„Der Gutachter hat festgestellt, dass wesentlich weniger Radfahrer über die Viktoriastraße fahren als vor der Ampel. Vermutlich fahren die lieber eine flüssige Runde um den ganzen Kreisel herum, als dort zu warten“, erklärt ADFC-Ortsgruppensprecher Helmut Papenberg, der selbst Mitglied im Fahrrad-Beirat ist.

Von einer Akzeptanz der Ampel indes ist der ADFC noch weit entfernt. Die Fahrradlobbyisten hatten sich vehement gegen den Umbau des Übergangs ausgesprochen, mit dem die Autorückstaus auf der Kantstraße verkürzt und eine Anbindung des Einkaufszentrums in der Mühle Bremme ermöglicht werden soll. „Wir halten dieses Konzept weiterhin für Unfug“, merkt Papenberg an. „Die Ampel muss weg!“

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