Wie Juden Jesus sehen: Rabbiner Walter Homolka liest in Unna-Massen

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Prof. Dr. Walter Homolka, Rabbiner und Vorsitzender der Union progressiver Juden in Deutschland, liest am 7. April in Unna-Massen.
Prof. Dr. Walter Homolka, Rabbiner und Vorsitzender der Union progressiver Juden in Deutschland, liest am 7. April in Unna-Massen. © Stephan Pramme
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Im Rahmen der Reihe „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ hat die Jüdische Gemeinde am kommenden Donnerstag, 7. April, Prof. Dr. Walter Homolka zu Gast. Der Rabbiner ist Vorsitzender der Union progressiver Juden in Deutschland, zu der auch die jüdische Gemeinde in Unna gehört. Er liest aus seinem Buch „Der Jude Jesus – eine Heimholung“.

Homolka darf als einer der bedeutendsten jüdischen Theologen Deutschlands bezeichnet werden. Er hat Doktor- und Ehrendoktortitel in London, Wales, New York und Budapest erworben und ist Rektor des renommierten Abraham Geiger Kollegs an der Universität Potsdam sowie Professor für jüdische Philosophie der Neuzeit an der School of Jewish Theology der Uni Potsdam.

Außerdem sitzt Homolka der Leo Baeck Foundation und dem Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk vor. Außerdem gehört er dem Gesprächskreis Juden und Christen beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken an.

In seinem Buch beschreibt der Rabbiner die wichtigsten jüdischen Perspektiven auf Jesus und wie sich Juden trotz der christlichen Unterdrückung seit jeher mit ihm auseinandersetzen. Homolka diskutiert das wachsende jüdische Interesse am Nazarener seit der Aufklärung und wie Juden Jesus heute im religiösen sowie kulturellen Kontext sehen. Der Lesungsabend wird musikalisch begleitet von Jochen Weichert (Klarinette) und David Feich (Gitarre).

Info

  • „Der Jude Jesus – eine Heimholung“, Lesung von Prof. Dr. Walter Homolka, Donnerstag, 7. April, 19 Uhr, Synagoge der Gemeinde haKochaw, Buderusstraße 11, Unna-Massen. Eintritt 12 Euro, Anmeldung per E-Mail: ha-kochaw@liberale-juden.de