Proteste in Unna und weiteren NRW-Städten bremsen Atommülltransport nach Russland aus

dzAnti-Atomkraftbewegung

Ein Zug voller Uranmüll ist am Montag nicht wie geplant durch Nordrhein-Westfalen gefahren. Atomkraftgegner werten das als ihren Erfolg. Einige Unnaer haben mitgeholfen.

Unna

, 09.12.2019, 20:41 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am Montag sollte eigentlich ein weiterer Zug mit radioaktivem Material von Gronau aus in die Niederlande fahren. Doch es deutet alles darauf hin, dass das Atomenergieunternehmen Urenco seinen Plan zumindest für diesen Tag verworfen hat - wegen des Protests in NRW. In etwa einem Dutzend Städten hat es am Montag Proteste gegen diese Transporte gegeben, auch in Unna. Die Bündnisgrünen hatten eine Mahnwache am Unnaer Bahnhof organisiert. Die Bahnlinie durch Unna ist eine mögliche Strecke, die diese Atommülltransporte nehmen. Urenco habe aufgrund des inzwischen sehr regen Protests, der an einigen Orten auch größere Polizeiaufgebote erforderlich machte, erstmals seinen Transportzeitplan geändert, sagte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis „Münsterland gegen Atomanlagen“.

Er berichtete am Abend am Unnaer Bahnhof, dass der Zug noch immer in Gronau stehe, also frühestens am Dienstag fahren werde. Und für diesen Tag sollen auch wieder Protestaktionen organisiert werden. Mit ihm und auch mit einem russischen Atomkraftgegner kamen die Mahnwachenteilnehmer aus Unna ins Gespräch. Das Ziel der Atommülltransporte ist Russland, wo das belastete Material aus NRW offenbar kostengünstig entsorgt wird. „Das können wir nicht zulassen“, kommentierte Charlotte Kunert von den Unnaer Grünen.

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