Protest: Unnas SPD setzt sich an die Spitze der Flughafengegner

dzProtest gegen Ausbaupläne

Die Pläne des Flughafens Dortmund, die Landebahn in Richtung Osten zu verlängern, stoßen in Unna auf viel Kritik. Die will die SPD nun bündeln. Sie sammelt Unterschriften.

Unna

, 20.11.2019, 15:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Flughafen Dortmund will die Landebahn in Richtung Unna verlängern, um noch größere Flugzeuge einsetzen zu können. „Das ist unverantwortlich“, sagt Sebastian Laaser, Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes.

Die Sozialdemokraten starten eine Unterschriftensammlung und laden zu einer Info-Veranstaltung am 29. November um 18 Uhr in das Zentrum für Information und Bildung ein. Sie setzen sich damit an die Spitze der Flughafengegner. Unnas Politik wehrt sich seit jeher gegen den Fluglärm und will über alle Fraktionen hinweg vor allem die Bürger in Massen schützen.

„Wir werden uns entschieden gegen die Ausbaupläne wehren, um die Menschen vor Ort zu schützen, aber auch um die Auswirkungen auf Klima und Umwelt deutlich zu machen.“
SPD-Stadverbandsvorsitzender Sebastian Laaser

„Wir werden uns entschieden gegen die Ausbaupläne wehren, um die Menschen vor Ort zu schützen, aber auch um die Auswirkungen auf Klima und Umwelt deutlich zu machen“, betont Sebastian Laaser. „Dieses Thema geht alle an, nicht nur die Bürgerinnen und Bürger in Massen und Königsborn, die schon jetzt in ganz besonderer Weise unter dem Fluglärm leiden. Die Grenze des Erträglichen ist erreicht.“

Listen liegen ab dem Wochenende aus

Die Unterschriftenlisten liegen ab dem kommenden Wochenende in Einrichtungen und in Geschäften aus und können zudem auf der Internetseite www.spd-unna.de heruntergeladen werden. Im Dezember sollen sie mit Unterstützung des heimischen Landtagsabgeordneten Hartmut Ganzke an NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst übergeben werden.

Ganzke selbst hatte zuletzt ebenfalls schon heftig gegen eine Verlängerung der Landebahn in Richtung Unna protestiert. Noch mehr Lärm sei für die Unnaer Bürger nicht hinnehmbar.

Ihre Unterstützung signalisiert haben bereits die Grünen. Im sozialen Netzwerk Twitter erlaubten sie sich aber zugleich einen Seitenhieb in Richtung SPD, weil die mit der Festlegung des Standortes für die neue Realschule ein falsches Zeichen gesetzt habe.

Mit der Veranstaltung in der Schwankhalle im ZIB, zu der alle interessierten Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind, will die SPD über den aktuellen Stand der Ausbaupläne, die rechtliche Situation und Möglichkeiten des Protests informieren. Auf dem Podium sitzen Bürgermeister Werner Kolter, der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Fluglärm, Mario Krüger, und Pfarrer Jürgen Düsberg. Moderieren wird die Veranstaltung Sebastian Laaser.

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Mehr als eine gewisse regionale Bedeutung, wie von der früheren rot-grünen Landesregierung zuerkannt, hat der Flughafen für die SPD in Unna nicht. „Alles andere ist Augenwischerei, die enorme öffentliche Gelder verschlingt und gesamtgesellschaftlichen Schaden anrichtet“, so Laaser.

Öffentliche Info-Veranstaltung am Freitag, 29. November, um 18 Uhr, in der Schwankhalle im ZIB.
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